Genf und Waadt: Sommerexkursion in den Südwesten der Schweiz

Der Vereinsausflug führt uns dieses Jahr ins Vallon de l’Allondon bei Genf und auf den La Dôle im Waadtland. Dort treffen wir u.a. wärmebegünstigte Lebensräume mit einer artenreichen Insektenfauna an, darunter gewiss unzählige Schmetterlinge, Fliegen, Wanzen, Wespen und Wildbienen. Mit etwas Glück sehen wir auch spezielle Heuschrecken wie den Dickkopf-Grashüpfer (siehe Beitragsbild).

Gäste willkommen!

Organisatorisches

Die Details finden sich in der Einladung an die Mitglieder. Die Anmeldung bis am 20. Juni an den Sekretär Martin Albrecht ist notwendig. Wir freuen uns, euch wieder einmal zu sehen!


Beitragsbild: Der Dickkopf-Grashüpfer (Euchorthippus declivus) ist in der Region Genf häufig. Er kam bei uns ursprünglich nur im Südtessin und in der Region Genf vor. Von dort hat er sich inzwischen entlang der Jurakette stark nach Norden ausgebreitet und bereits Bevaix am Neuenburgersee erreicht (siehe Karte info fauna). CC-BY-SA-4.0 Bertrand Baur †.

Protokoll der Sitzung vom 5. April 2022

 Entomologisches

Vortrag von Daniel Roesti, Wasen i.E.: «Eine naturkundliche Reise durchs südliche Kroatien»

Der Referent ist beim EVB seit vielen Jahren für seine unterhaltsam präsentierten und mit hervorragenden Bildmaterial unterlegten Vorträge bekannt. Dementsprechend enttäuschte er uns auch diesmal nicht. Im Mittelpunk der Reise Ende Juli 2021, welche zusammen mit seiner Familie durchgeführt wurde, stand die Suche nach speziellen kroatischen Grashüpfern. Die Reise führte entlang der dalmatinischen Küste bis nach Dubrovnik. Es werden touristische Impressionen aus Split gezeigt. Anschliessend ging es mit der Fähre auf die Insel Hvar, wo ein Camp in der freien Natur aufgeschlagen wurde. Die abendliche und nächtliche Exkursion in der Macchie erbrachte unter anderem eine Katzennatter, eine Balkan-Sattelschrecke bei der Eiablage sowie weitere Heuschrecken, daunter Kreuz-, Süd- und Wanderheuschrecke.

Das Ziel, die in Kroatien endemischen Langfühlerschrecken B. kaltenbachi und R. buchichii zu finden konnte wegen der heissen Temperaturen nicht erreicht werden. Dafür gab es zahlreiche andere Heuschrecken sowie eine Tarantel und einen Spinnenläufer. Die lautstarken Zikaden, von welchen zwei Arten vorkamen, verhinderten jedoch das morgendliche Ausschlafen.

Nächste Station war Dubrovnik mit seiner beeindruckenden historischen Altstadt. Auf der nahgelegenen, waldreichen Insel Mljet flogen zahlreicher Schmetterlinge und interessante Libellen.

Zurück auf dem Festland genossen die Exkursionsteilnehmer von einem Aussichtspunkt an der Küste den Blick über die Karstlandschaft. Am Campingplatz flogen Holzbienen und der südliche C-Falter. Eine sehr interessante Eiablagebeobachtung einer den Schwalbenschwanz parasitierenden Raupenfliege konnte im Bild festgehalten werden. Nächstes Ziel war ein bekannter Drehort der Winnteou-Filme. Auf dem Rückweg Richtung Norden fanden sich noch der Kroatische Heidegrashüpfer, der Felsgrashüpfer sowie eine Sackträgerraupe und Mistkäfer.

Geschäftliches

Varia

Anwesende

20 Mitglieder, 16 Gäste, Total 36 Personen

Schluss der Sitzung

21:30 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Eine naturkundliche Reise durchs südliche Kroatien

Vortrag von Daniel Roesti, Wasen i.E.

Wir fahren in Kroatien der Adriaküste entlang südwärts und geniessen die eindrücklichen Karstlandschaften mit ihrer spärlichen Vegetation und reichen Insektenwelt. Auf der Suche nach speziellen Heuschrecken durchqueren wir die Inseln Hvar und Mljet. Dabei treffen wir auch auf etliche südliche Tagfalterarten. Südlichster Punkt der Reise ist die Stadt Dubrovnik mit ihrer vollständig von einer Stadtmauer umgebenen Altstadt.

Auf der Rückreise besuchen wir eindrückliche Schluchten hinter der Küste. Im Biokovo Naturpark finden wir nahe des höchsten Gipfels von Kroatien eine endemische Beissschrecke und im Velebitgebirge den Kroatischen Heidegrashüpfer, der nur von dieser Stelle bekannt ist.


Beitragsbild: Der Kroatische Heidegrashüpfer (Stenobothrus croaticus) kommt in Kroation nur an einer einzigen Stelle im Velebitgebirge vor. CC BY-SA-4.0 Daniel Roesti, Wasen i.E., Schweiz.

Protokoll der Sitzung vom 19. 10. 2021

Entomologisches

Erste Sitzung am Museum nach den Einschränkungen durch Corona mit Berichten aus der Sommerpause und zu anderen Aktivitäten der Vereinsmitglieder.

Der Präsident stellt lebende Pracht- und Bockkäfer vor welche er in den Ferien auf Sardinien erbeutet hat.

Frau Beutler berichtet von einer zweiten Generation des Zitronenfalters aus dem Wallis.

Herr Roesti erzählt von einer interessanten Exkursion nach Rumänien und den dort beobachteten Heuschrecken, Vögeln und Schmetterlingen. Eine zweite Reise führte ihn nach Kroatien, das sich ebenfalls als lohnendes Ziel erwies. Im Sommer hat er zudem zusammen mit dem Sekretär an der Fledermausnacht in Wasen teilgenommen. In seinem Garten konnte er erstmals eine aus Amerika eingeschleppte Wespe (Isodonta mexicana) finden. Verschiedene Anwesende berichten von Nachweisen und der Ausbreitung diverser exotischer Insektenarten in der Region.

Ferner werden werden unangebrachte Aussetzungen und Freilassungen von gezüchteten Schmetterlingen und die Neophytenproblematik kritisch diskutiert.

Geschäftliches

Jürg Hostettler, welcher dem Verein während der Pandemie beigetreten ist, stellt sich kurz vor. Er komt von der Ornithologie, hat sich aber in letzter Zeit schon intensiv in Tagfalter eingearbeitet und untersucht aktuell ein Gebiet bei Muri auf die dort vorkommenden Falter.

Fabrice Bucheli möchte dem EVB beitreten. Er ist Biologiestudent und interessiert sich vor allem für Schmetterlinge. Das Beitrittsgesuch wird einstimmig angenommen.

Der Kassier informiert über den Austritt von Beat Gerber aus dem EVB.

Varia

Anwesende

18 Mitglieder, 1 Gast, Total 19 Personen

Schluss der Sitzung

22:00 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Felsensteppe im Wallis: Sommerexkursion an die Südrampe

Der Vereinsausflug führt uns dieses Jahr nach Hohtenn an die Walliser Südrampe. Dort treffen wir in einer Felsensteppe auf eine artenreiche Insektenfauna mit unzähligen Schmetterlingen, Heuschrecken, Fliegen, Wanzen, Wespen und Wildbienen.

Gäste willkommen!

Organisatorisches

Die Details finden sich in der Einladung an die Mitglieder. Die Anmeldung bis am 20. Juni an den Sekretär Martin Albrecht ist notwendig. Wir freuen uns, euch wieder einmal zu sehen!


Beitragsbild: Felsensteppe nahe beim Kreuz oberhalb Hohtenn auf 1150 m ü.M. CC-BY-SA-4.0 Daniel Roesti, Wasen i.E., Schweiz.

Stahlblauer Grillenjäger & Co

Ein Stahlblauer Grillenjäger beim Blütenbesuch. Für den Nachwuchs werden Zellen angelegt, die mit Heuschrecken und Grillen (bei uns vor allem Schwertschrecken und Weinhähnchen) verproviantiert werden. Die eingeschleppte Art stammt aus Nordamerika. Sie ist hierzulande erst seit etwa 20 Jahren heimisch.

An diesem Beamerabend ist in gemütlicher Runde jedes EVB-Mitglied dazu eingeladen, kurze Beiträge zu zeigen. Für die Präsentation stehen Laptop und Beamer zur Verfügung.

Gäste willkommen!


Beitragsbild: Stahlblauer Grillenjäger (Isodontia mexicana), im Garten eine selten beobachtete Grabwespenart. CC BY-SA 4.0 Rolf Pflugshaupt, Gümligen, Schweiz.

EVB-Sommerausflug 2019 nach Burglauenen

An der Hauptversammlung des EVB im März 2019 wurde das Ziel des diesjährigen EVB-Ausflugs gewählt: Burglauenen, kurz vor Grindelwald gelegen, ein Schmetterlings-Paradies. Bei schönstem Wetter wurden die gegen 20 Teilnehmenden nicht enttäuscht. Unter der Leitung von Hans-Peter Wymann konnten 47 Tagfalterarten beobachtet werden! EVB-Sommerausflug 2019 nach Burglauenen weiterlesen

Goldschrecke & Co

Die Insekten machen sich nun schon seit Wochen bemerkbar. Während für viele Wildbienen und Tagfalter Mitte Mai die Hauptflugzeit ist, sind erst die wenigsten Grashüpfer ausgewachsen. Zu diesen frühen Arten zählt die Grosse Goldschrecke (Bild).

Auf in die Sommerpause!

Der letzte Diskussionsabend vor dem Vereinsausflug bietet die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen Mitgliedern Exkursionen für den Sommer zu organisieren.

Die Mitglieder des EVB treffen sich zudem einmal mehr in einer gemütlichen Runde. Dabei können die neusten Funde präsentiert oder auch nur ein paar Fotos der letzten Exkursion gezeigt werden. Beamer und Laptop sind vorhanden.

Gäste sind willkommen!


Bild: Weibchen der Grossen Goldschrecke (Chrysochraon dispar). Die Art lebt diskret in dichten Hochstaudenfluren. CC-BY-SA-4.0 Daniel Roesti, Wasen i.E., Schweiz

Entomologische Sammlungen im Dienste der Wissenschaft

Vortrag von Sarah Schmid, Universität Lausanne

Weltweit stecken schätzungsweise 2.5 Milliarden Exemplare in den Museen – überwiegend Insekten. Entomologische Sammlungen sind unverzichtbar bei der Klärung vieler wissenschaftlicher Fragen, etwa zur Verbreitung und Genetik von Arten. Unsere Referentin demonstriert dies anhand von Schmetterlingen und Heuschrecken.

Gäste sind willkommen!

Die Referentin wird ihren Vortrag auf Französisch halten, der Text der Präsentation wird jedoch auf Deutsch geschrieben sein.


Bild: Fliegen, gesammelt zu medizinischen Zwecken von Matrosen der US Navy Division Joint Base Pearl Harbor-Hickam (NEPMU) 6. Lizenzfrei (public domain).

Gebirgsschrecke & Co

Im Gebirge liegt um diese Jahreszeit gewiss noch viel Schnee. Wer die Gewöhnliche Gebirgsschrecke beobachten will muss, der sich noch gedulden. Dagegen sind die Schmetterlinge im Mittelland aber schon lange unterwegs.

Was fliegt im Mittelland?

An diesem Diskussionsabend ist in gemütlicher Runde jedes EVB-Mitglied dazu eingeladen, seine neusten Funde zu präsentieren oder auch nur ein paar Fotos zu zeigen. Beamer und Laptop sind vorhanden. Wer kann also über Entdeckungen im Frühling berichten?

Gäste sind willkommen!


Bild: Männchen der Gewöhnlichen Gebirgsschrecke (Podisma pedestris). Die Art kommt bei uns in den Alpen bis auf fast 3000 m ü.M. vor. CC-BY-SA-4.0 Daniel Roesti, Wasen i.E., Schweiz