Windenschwärmer & Co – ab an die HV!

An der Hauptversammlung bleiben unsere Lieblinge (wie beispielsweise der Windenschwärmer auf dem Bild) ausnahmsweise etwas im Hintergrund.

Wir besprechen u.a. die folgenden Traktanden:

  • Jahresberichte des Sekretärs, Kassiers, Bibliothekars und des Webmasters, inkl. Festlegung des Jahresbeitrags
  • Vorstandswahlen
  • Festlegen des Exkursionsziels für den Vereinsausflug im Sommer 2027
  • Beurkundungen der 25- und 50-jährigen Vereinszugehörigkeit
  • Beitritt des EVB in den Verein Entomo Helvetica (EH)
  • Varia

Beitragsbild: Im Sommer 24 habe ich festgestellt, dass vor allem der Winden-schwärmer (Agrius convolvuli) aber auch der Kiefern- (Sphinx pinastri) und Linien- (Hyles livornica) sowie der mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) meine Lichtnelken sehr lieben. Diese pfeilschnellen Nachtfalter (bis zu 50 km/h bis 100 km/h schnell fliegend), die im Schwirrflug Nektar aufnehmen fotografieren zu können, ist eine echte Geduldsprobe und Glückssache! CC BY-SA 4.0 Elisabeth Salm, Belp, Schweiz.

Weisspunkt-Graseule & Co

An diesem Diskussionsabend ist jedes EVB-Mitglied dazu eingeladen, seine neusten Funde zu präsentieren oder auch nur ein paar Fotos zu zeigen (wie beispielsweise die Weisspunkt-Graseule auf dem Bild). Wer kann über Entdeckungen berichten? Für die Präsentation stehen Laptop und Beamer zur Verfügung.

Gäste sind willkommen!


Beitragsbild: Eine Weisspunkt-Graseule (Mythimna albipuncta) hat den Rüssel ausgerollt und schwenkt ihn hin und her. Sie hat von den überreifen Feigen genascht und ist vielleicht etwas beschwipst? Zumindest liesse sich so das Verhalten erklären. Das Foto ist eine Nachtaufnahme. CC BY-SA 4.0 Elisabeth Salm, Belp, Schweiz.

Unberührte Lebensräume: Sommerexkursion ins Kiental

Unsere diesjährige EVB-Exkursion führt uns in die unberührten Lebensräume im Kiental im Berner Oberland. Das Kiental ist seit 1891 ein Jagdbanngebiet. Die geologisch und botanisch vielfältigen Lebensräume werden uns entomologisch einiges zu bieten haben. Vorgesehen sind der Besuch zweier «Kienthalgründe», in welchen bereits vor dreihundert Jahren der Arzt und Universalgelehrte Albrecht von Haller botanisierte und vor zweihundert Jahren Samuel Studer, der Mitbegründer der schweizerischen und bernischen Naturforschenden Gesellschaft, entomologisch aktiv war. Vorgesehen sind samstags der Besuch des Spiggengrunds, ein östlich gelegenes Seitental, und sonntags des hinteren Kientals des Gamchibachs mit der Alp Gorneren. Danach werden wir an Wasserfällen vorbei durch die Griesschlucht zum mehr oder weniger verlandeten Tschingelsee im Gornerengrund absteigen. So werden wir verschiedene subalpine und montane Ökosysteme entomologisch begutachten können.
Wir übernachten im Naturfreundehaus Gorneren, wo wir spätabends auch mit Lichtfallen arbeiten werden.

Organisatorisches

Die Anmeldefrist ist abgelaufen und die Buchungen sind vorgenommen. Der Treffpunkt wird den Angemeldeten Mitte Juni schriftlich mitgeteilt werden. Wer sonntags noch zu uns stossen möchte, soll sich mit der Exkursionsleitung, Gaston Adamek (g.adamek@bluewin.ch) und Daniel Roesti (daniel.roesti@bluewin.ch), in Verbindung setzen.


Beitragsbild: Das Seitental Spiggengrund im Kiental. CC BY SA-4.0 Gaston Adamek, Bern, Schweiz

Alles Spanner oder was?

Als ich meine LepiLED Lampe zum ersten Mal ausprobierte, vergingen keine fünf Minuten, als ein Securitas-Mitarbeiter mit seinem Schäferhund neben mir stand. Aber nicht jeder, der mit einer Taschenlampe in der Nacht herumspaziert, ist ein Spinner, Spanner oder sonstiger Unhold. Manchmal sind es auch einfach Insektenfans beim «Lämpelen» mit Stirnlampe und Leuchtzelt.

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Mitarbeit bei der Erfassung der Tagfalterfauna in Nicaragua

Vortrag von Marcel Niederberger, Brügg

Ein Kindheitstraum wird real!

In einem Land, in welchem es aktuell keine Primärliteratur zur Insektenwelt gibt, auf Artensuche zu sein, bietet viel Spannung und Schönheit. Nicaragua, in Zentralamerika gelegen, ist ein noch unbekanntes Naturparadies, politisch jedoch geprägt von instabilen Machtverhältnissen.

Nebst einem Einblick in die Feldarbeit auf einer privaten Finca, wird auf die politischen Herausforderungen des zentralamerikanischen Staates und die Arbeit auf den Kaffeefeldern eingegangen.

Gäste sind willkommen!


Beitragsbild: Ein Eldorado für Insektenfreunde und Kaffeeliebhaber in El Jaguar, Jinotega, Nicaragua. CC BY-SA 4.0 Marcel Niederberger, Brügg, Schweiz.

Waldbrandgebiet Oberried: Sommerexkursion ins Goms

Die Region um Bitsch ist ein lohnendes Ziel, sei es für Pflanzen, Tiere oder Pilze. Im Juli 2023 gab es bei Oberried einen grossen Waldbrand. ACHTUNG: Die Waldbrandgebiete dürfen nicht betreten werden, denn es besteht die Gefahr herabfallender Äste oder gar umstürzender Bäume. Vom Punkt «Unneri Schipfe» kann jedoch ein guter Überblick über eine der grössten Brandflächen gewonnen werden.

Am späteren Samstag Abend könnte Lichtfang betrieben werden, z.B. an der «Unneri Schipfe». Das Ziel für den Sonntag besprechen wir am Samstag beim gemeinsamen Abendessen. Ein schönes Trockenhabitat befindet sich NNE Hegdorn.

Organisatorisches

Datum: Samstag/Sonntag, 5./6.. Juli 2025

Unterkunft: Hotel Good Night Inn, Englisch-Gruss-Strasse 6, 3900 Glis. Zimmerreservation bitte selber vornehmen: Tel: 027 921 21 00 oder E-Mail: gni@brig-wallis.ch

Treffpunkt: Bahnhof Bitsch, Samstag 10:00 Uhr

Ein späteres Eintreffen ist auch am Samstag Abend oder Sonntag Morgen möglich: Treffpunkt Hotel Good Night Inn, Samstag 18:00 Uhr oder Sonntag, 10:00 Uhr.

Anmeldung: Bitte bis 20. Juni an den EVB Vizepräsidenten Hannes Baur: hannes.baur@nmbe.ch. Dabei unbedingt angeben, wer wann und wie kommt, also ÖV oder Auto. Autofahrer bitte angeben, wie viele Mitfahrgelegenheiten es gibt.

Anreise: Mit öffentlichen Verkehr (mit IC 8 ab Bern 8:07, Bitsch an 9:28, mit Umsteigen in Brig oder mit S1 ab Bern 8:16, Bitsch an 9:51, mit Umsteigen in Thun und Brig) oder mit dem Auto bis zum Bahnhof Bitsch. Anschliessend Verschiebung mit Privatautos ins Exkursionsgebiet.

Einladung an die Mitglieder per E-Mail folgt. Gäste sind willkommen!


Beitragsbild: Schwarzer Apollo (Parnassius mnemosyne), aufgenommen am 13. Juli 2013. CC BY-SA 4.0 Martin Albrecht, Schüpfen, Schweiz.

Insektenpräparation

Dieser Diskussionsabend steht ganz im Zeichen der Insektenpräparation, die an verschiedenen Gruppen vorgeführt wird. Wie wird es gemacht, was sollte unbedingt beachtet werden?

Gäste sind willkommen!


Beitragsbild: Ein Kasten mit Insekten aus dem Naturhistorischen Museum Bern. Die fachgerechte Insektenpräparation ist die Grundlage für eine langfristige Erhaltung der wertvollen Objekte. CC BY-SA 4.0 Naturhistorisches Museum Bern, Schweiz.

Raymond Guenin erhält den Prix Moulines

Im März 2025 erhält Raymond Guenin den renommierten Prix Moulines für seine attraktive Publikation «Bildatlas der Rot- und Grünwidderchen des Alpenraums (Zygaenidae: Zygaeninae, Procridinae, Chalcosiinae)». Das Werk Raymond Guenin erhält den Prix Moulines weiterlesen

Der Kurzschwänzige und der Südliche Kurzschwänzige Bläuling – Ausbreitung im Tandem?

Der Kurzschwänzige Bläuling und sein südlicher Bruder gehören ebenfalls zu den Klimaprofiteuren unter den Tagfaltern und haben sich in den letzten Jahren insbesondere im Mittelland ausgebreitet. Der Kurzschwänzige und der Südliche Kurzschwänzige Bläuling – Ausbreitung im Tandem? weiterlesen

Protokoll der Sitzung des EVB vom 02.04.2024

Entomologisches

Protokoll der Sitzung vom 2. April 2024

Inspiriert durch den Vortrag von Jürg Schmid erzählt Herr Wymann von der Geschichte „Das Nachtpfauenauge“ von Hermann Hesse.
Weiterhin brachte er die Diskussion auf die verschiedenen Formen des Kleinen Nachtpfauenauges (Saturnia pavonia).
Die Arten im Süden und Norden der Schweiz sind nicht kompatibel. Sie können sich zwar fortpflanzen, aber die F1 Generation ist unfruchtbar.
Im Süden wurde die „Übergangsform“ durch Genitalien und Kern-DNA zur eigenen Art erklärt (Taxon Meridialis).
Das kleine Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia) und das südliche kleine Nachtpfauenauge (Saturnia pavoniella) verhalten sich bei der gemischten Copula sehr merkwürdig.
Die Weibchen legen keine oder nur eine sehr reduzierte Anzahl Eier und sie fangen nach der Copula sofort wieder an zu locken.

Herr Wolf erzählt uns von seiner Interaktion mit der Redaktion von Pro Natura.
Auf einer Werbung von Gesal für ein Insektizid ist ein Bild von einem Falter, der dem Gelbringfalter sehr gleicht.

Darauf schrieb Herr Wolf einen Brief an Pro Natura mit dem Aufruf zum Protest bei Gesal.
Die Antwort von Pro Natura war sehr defätistisch und sie verzichten auf das Schrieben eines

Herr Albrecht bring Informationen von Gunnar Brehm über ein Projekt für die Entwicklung von Kamerafallen mit der groben Auswertung/Bestimmung der beobachteten Tiere mit Hilfe von KI.
Die Anlage kann die ganze Nacht aufnehmen und bis hinunter zu den grossen Mikro-Faltern zählen/bestimmen.
Er fragt nach einer Signalisierung des Interessen an einem eventuellen Kauf einer Anlage, durch einen Brief des EVB’s, zur Hilfe der Forschungsfinanzierung.
Der Vorstand bespricht dies noch.

Herr Baur stellt einen Teil der Sammlung des Museums vor.
Diese Sammlung wurde von Hofwil gespendet und ist nun in Bearbeitung.
Die originalen Kästen werden fotografiert und nummeriert, dannach werden die Exemplare in neue Kästen überführt und etikettiert.
Diese alten Sammlungen sind sehr wertvoll für die Nachverfolgung der genetischen Entwicklung von Populationen.

Geschäftliches

Herr Streit erhebt Einwand gegen den Beschluss zum Beitritt in «Natura Belpmoss» an der Hauptversammlung.
Seine Hauptargumente sind, dass der Beitritt in andere Vereine nicht mit den Statuten übereingeht und dass die Abstimmung nicht korrekt war, da diese nicht in den Traktanden aufgeführt war.
Er bittet den Vorstand zur Rücknahme des Beitritts und zur Ungültigerklärung der Abstimmung.

Der Vorstand entschuldigt sich dafür, wie das Thema an der Hauptversammlung behandelt wurde.
Die Abstimmung wird als Konsultativabstimmung angesehen und das Thema wird an der HV 2025 nochmals Traktandiert.

Herr Mosimann lässt EVB-Logo von Natura Belpmoos Website entfernen.

Varia

Anwesende

21 Mitglieder

Schluss der Sitzung

21:45 Uhr, der Sekretär, Simon Burkhalter