[ONLINE] Aurorafalter & Co

Online-Diskussionsabend

Knallig orange auf der Flügeloberseite – und trotzdem gehört dieser Aurorafalter zu den Weisslingen! Ungeachtet dessen sind viele Arten dieser Schmetterlings-Familie nämlich recht bunt. Der Aurorafalter kann ab Mitte April beobachtet werden. Wir müssen uns also noch ein wenig gedulden.

An diesem Diskussionsabend ist jedes EVB-Mitglied dazu eingeladen, seine neusten Funde zu präsentieren oder auch nur ein paar Fotos zu zeigen.  Wer kann über frühe Entdeckungen im Jahr berichten?

Die Veranstaltung wird mit Zoom durchgeführt. Der Link wird vorher an die Vereinsmitglieder geschickt. Wer eine kurze Präsentation zeigen möchte wird gebeten, sich vorher mit dem Präsidenten in Verbindung zu setzen. Gäste sind willkommen, wir bitten jedoch um Anmeldung per E-Mail (über Kontakt).


Beitragsbild: Aurorafalter (Anthocharis cardamines) auf der Blüte einer Margerite in einem Garten. CC-BY-SA 4.0 Rolf Pflugshaupt, Gümligen, Schweiz.

[ONLINE] Peloponnes, ein Exkursionsbericht

Online-Vortrag von Michael Balkenohl, Bonstetten

Die Halbinsel Peloponnes liegt im Süden des griechischen Festlandes und ist gekennzeichnet durch scharfe Kontraste zwischen rauen, unbewohnten Gebirgen (bis 2400 m) mit ursprünglichen Wäldern und fruchtbaren reicher besiedelten Tälern bzw. dem Flachland am Meer.

Ebenso reich gegliedert sind auch Flora und Fauna, weswegen die Halbinsel ein bevorzugtes Ziel von Botanikern, Ornithologen, Herpetologen, und Entomologen ist. Die Halbinsel ist so reichhaltig, dass sie unmöglich mit nur einer Reise auch nur annähernd erfassbar ist.

Ende Mai 2019 besuchten wir die Halbinsel Peloponnes erstmals. Obwohl die Exkursion nur als Basis für Folgebesuche – also Stippvisiten-artig – geplant war, war sie ein voller Erfolg.

Es werden Eindrücke der besonderen Landschaftsformen und ihrer «Bewohner» vorgestellt.

Die Veranstaltung wird mit Zoom durchgeführt. Der Link wird vom Sekretär an die Vereinsmitglieder geschickt. Gäste sind willkommen, wir bitten jedoch um Anmeldung per E-Mail (über Kontakt). Leider lässt die Pandemie weiterhin keine Veranstaltungen im gewohnten Rahmen zu. Der ursprünglich vorgesehene Vortrag über die Scaritinae (Laufkäfer) wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.


Beitragsbild: Ein Bockkäfer (Agapanthia cynarae Germar) auf der Blüte einer Distel. Halbinsel Peloponnes. CC-BY-SA 4.0 Michael Balkenohl, Bonstetten, Schweiz.

Kiental: unsere Sommerexkursion findet statt!

Der Vereinsausflug führt uns dieses Jahr ins wunderschöne Kiental im Berner Oberland. Dort findet man etwa im Seitental des Spiggebachs artenreiche Trockenwiesen und -weiden mit vielen Blumen, Schmetterlingen, Fliegen, Wanzen, Wespen und Wildbienen. Ferner gibt es eine Alpakazucht.

Das Kiental ist also ein sehr lohnendes Ausflugsziel, das von Bern mit dem Auto in nur einer Stunde erreichbar ist.

Gäste willkommen!

Organisatorisches

Anfang Juni können wir nun bekannt geben, dass der traditionelle EVB-Sommerausflug duchgeführt werden kann. In diesem Jahr nur eintägig, am Sonntag, 28. Juni 2020. Die Details finden sich in der Einladung und werden den Mitgliedern auch noch per mail zugestellt. Die Anmeldung bis am 23. Juni an den Sekretär Martin Albrecht ist notwendig. Wir freuen uns, euch wieder einmal zu sehen!


Beitragsbild: Trockenwiese nahe bei Spiggeweid im Kiental auf etwa 1200 m ü.M. CC-BY-SA-4.0 Martin Albrecht, Schüpfen, Schweiz.

Zischkaia josti: Ein neuer Tagfalter aus Venezuela

Für die Wissenschaft unbekannte Insekten gibt es wie Sand am Meer – das ist fast eine Binsenweisheit. Sie gilt jedoch nicht für gut untersuchte Insekten wie Tagfalter. Dort ist die Entdeckung einer noch unbeschriebenen Art nicht ganz so trivial. Bernhard Jost, langjähriges EVB-Mitglied, berichtet, wie ihm eine solcher Fund in Venezuela gelungen ist. Das Resultat, eine neuer Augenfalter mit Namen Zischkaia josti. Zischkaia josti: Ein neuer Tagfalter aus Venezuela weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 04.02.2020

Entomologisches

Protokoll der Sitzung vom 04.02.2020 – Vortrag unserer Mitglieder Martin Albrecht, Bolligen und Bernhard Jost, Münsingen: «Schmetterlinge und andere Tiere im Iran». Vortrag über verschiedene Insekten und andere Tiere im Iran.

Die beiden Referenten reisten Ende Mai 2018 zusammen mit Thomas Kissling aus Bülach für knapp zwei Wochen in den Iran um insbesondere das Elburs-Gebirge im Norden des Landes zu erkunden. In der Obhut eines einheimischen Fahrers verlief die Reise unkompliziert und – abgesehen von einigen Pannen des etwas altersschwachen Fahrzeugs – problemlos. Übernachtet wurde in Gästehäusern und Hotels, welche in der Regel einen recht akzeptablen Standard aufwiesen.

Tagsüber unternahmen die Entomologen in der ersten Woche Exkursionen in die Berge nördlich der Provinzhauptstadt Zanjan (etwa 250 km westlich von Teheran). Dabei wurde, auch dank des ungewöhnlich regenreichen Frühjahrs, eine beeindruckende Artenzahl an Schmetterlingen aber auch Heuschrecken, Käfern und anderen Sechsbeinern beobachtet, aber auch Reptilien wie der Scheltopusik, Agamen und eine Schildkröte. Im Gebirge war noch ein deutlicher Frühjahrsaspekt festzustelle. Deshalb waren die vom Sekretär gesuchten Dickkopffalter der Gattung Carcharodus leider noch kaum anzutreffen. Trotzdem zeigte der Vortrag einen guten Überblick der Insekten und anderen Tiere im Iran.

Ein Tag war der Erkundung des reichen kulturellen Erbes des Iran gewidmet. Bei einem Ausflug nach Takht-e-Soleiman wurde die Weltkulturerbestätte mit ihrem artesischen See und den eindrücklichen Ruinen des zoroastrischen Feuertempels in Augenschein genommen. Dort wie auch in allen anderen aufgesuchten Gebieten gab es praktisch keine anderen ausländischen Touristen. Trotz Ramadan konnte  war dank des Status als „Reisende“ jederzeitige Nahrungsaufnahme sogar direkt neben der Strasse möglich.

Beim zweiten Teil des Aufenthalt war Teheran die Ausgangsbasis für weitere Exkursionen in die Berge nördlich und östlich der Stadt. Dabei gelangen weitere Einblicke in die Biodiversität des Elburs-Gebirges. Am letzten Tag wurde dann noch der historische Golestan-Palast im Zentrum besichtigt.

Geschäftliches

Anwesende

27 Mitglieder, 2 Gäste, Total 29 Personen

Schluss der Sitzung

21:20 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Lust auf Regenwald?

Vortrag von Dominik Hofer, Langnau i.E.

Der Regenwald ist das grösste, komplexeste, gleichzeitig aber auch eines der zerbrechlichsten Ökosysteme unserer Erde. Regenwälder sind Farben und Formen, Strategien zum Überleben, Tarnung und Täuschung, klein, gross, noch grösser, Kampf um Ressourcen, Fressen und Nichtgefressen werden und Symbiose.

Kommen Sie mit auf eine Reise durch die Regenwälder von Peru, Ecuador und Costa Rica! Schmetterlinge, Nachtfalter, Heuschrecken, Wanzen, Wespen, Käfer, Spinnen, Schlangen, Säugetiere und Vögel in allen Farben und Formen. Es hat für alle etwas dabei!

Gäste willkommen!


Beitragsbild: Der Vanillefalter (Agraulis vanillae) auf einer Blüte in Peru. CC-BY-SA 4.0 Dominik Hofer, Langnau i.E., Schweiz.

Podiumsdiskussion Insektensterben war ein riesiger Erfolg!

Am 3. Dezember 2019 haben wir gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museum Bern eine Podiumsdiskussion unter dem Titel: «Insektensterben – Sind wir dem Untergang geweiht?» durchgeführt. Die Veranstaltung ist auf ein erfreulich grosses Interesse gestossen: Der Vortragssaal des Museums war mit rund 200 Gästen bis auf den letzten Platz gefüllt. Podiumsdiskussion Insektensterben war ein riesiger Erfolg! weiterlesen

Schmetterlings- und Gletscher-«Mekka» Zermatt

Vortrag von Richard Wolf, Fribourg, und Hermann Gerber, Venthône

Richard Wolf dokumentiert die Gletschergeschichte der letzten Eis- und Nacheiszeit im Grossraum Zermatt und das aktuelle Gletschersterben infolge der Klimaerwärmung. Hermann Gerber berichtet mit einmaligen Bildern von seinen jahrzehntelangen Beobachtungen und Zuchten hochalpiner Bärenspinner, wie Matterhornbär (Holoarctia cervini), Gletscherbär (Grammia quenseli) und Engadiner Bär (Arctia flavia).

Haben diese Arten bei Zermatt die letzte Eiszeit auf eisfreien Berggipfeln (Nunataker) überlebt oder sind sie nachträglich wieder eingewandert, wie die meisten anderen Schmetterlinge? Welche dieser Glazialrelikte werden überleben, welche werden aussterben?

Gäste willkommen!


Beitragsbild: Matterhornbär (Holoarctia cervini cervini) bei der Paarung, aufgenommen am Gornergrat oberhalb Zermatt. CC-BY-SA 4.0 Hermann Gerber, Venthône, Schweiz.

Heidelibelle & Co – Mit Rolfs Insektenfotos durch die Saison 2019–2020 [aktualisiert]

[Aktualisiert 16.6.2020] Willkommen auf der Übersicht der EVB-Veranstaltungen – in der Saison 2019–2020 mit Heidelibelle & Co!

Der Entomologische Verein Bern (EVB) führt nebst Vorträgen auch Diskussions- und Beamerabende durch – in diesem Jahr sogar eine Podiumsdiskussion. Heuer werden diese Veranstaltungen mit Fotos unseres Mitglieds Rolf Pflugshaupt aus Gümligen angekündigt. Rolf Heidelibelle & Co – Mit Rolfs Insektenfotos durch die Saison 2019–2020 [aktualisiert] weiterlesen

Wymann, die Journalistin und die Edelfalter

Im Rahmen der „Bund“- Serie „die Praktikanten“ bot Schmetterlingskenner und –zeichner Hanspeter Wymann im Naturhistorischen Museum Bern einer Journalistin Einblick in den Alltag eines Entomologen. Frau Fuchs half in der 2 Millionen Tiere beherbergenden Insekten-Sammlung einen Tag lang als Praktikantin aus. Dabei wurden bei den für die Konservierung idealen 14°C die Schmetterlinge in einem Kasten mit Edelfaltern, Nymphalidae, digital erfasst und neu sortiert. Wymann, die Journalistin und die Edelfalter weiterlesen