Schmetterlinge und andere Tiere im Iran

Vortrag von Martin Albrecht, Bolligen, und Bernhard Jost, Münsingen

Die beiden Referenten stellen Impressionen aus einem weitgehend unbekannten Reiseland des Nahen Ostens vor: Landschaften, Schmetterlinge und andere Tiere vorwiegend aus dem Elburs-Gebirge im Norden des Landes.

Gäste willkommen!


Beitragsbild: Der Baum-Weissling (Aporia crataegi) kommt auch im Iran vor. CC-BY-SA 4.0 Martin Albrecht, Bolligen, Schweiz.

Protokoll der Sitzung vom 19.3.2019

Entomologisches

Vortrag unseres Mitglieds Daniel Roesti, Wasen i.E.: „Manu Nationalpark in Peru – Hotspot der Biodiversität.“

Der Referent berichtet, unterstützt von wie immer sehr gelungenen Bildern und Videos, von einer Reise nach Peru im Vorjahr. Ausgangspunkt ist die im Hochland gelegene Hauptstadt Cusco. In der eine Million Einwohner zählenden Stadt besichtigt er zunächst das historische Zentrum mit der Kathedrale. Eine höher gelegene Festung erstaunt mit perfekten Steinmauern. Ein erster Ausflug führt nach der bekannten Touristenattraktion Machu Picchu. In der Nähe gibt es Bergregenwald mit zahlreichen Orchideen.

Anschliessend geht es mit dem Bus zum Manu-Nationalpark. Im Hochland dominieren zunächst noch Ackerbau und Alpaka-Haltung. Dann geht es hinunter in den Regenwald des Amazonasbeckens. Die Bäume sind dort mit zahlreichen Epiphyten bewachsen. Nach achtstündiger Fahrt wird die erste Lodge erreicht. Eine grosse Menge Treiberameisen überquert dort eine Strasse. Grosse Falter aus den Gattungen Morpho und Urania sind ebenfalls unterwegs. Die Reise wird mit dem Boot flussabwärts fortgesetzt. Das Gewässer und der angrenzende Urwald sind sehr beeindruckend. Vom Boot aus können Kaimane und Brüllaffen beobachtet werden.

Von der zweiten Lodge aus werden ebenfalls Exkursionen unternommen, z.B. zu den Erd-Leckstellen der Aras. Diese erweisen sich aber als sehr kamerascheu. Ausser den Aras gibt es weitere Papageien und auch Geier, ferner Spinnen, Heuschrecken und Tagfalter. Ein weiterer Ausflug führt zu einem Flussabschnitt mit den beeindruckenden Riesenottern. Der eigenartige Hoazin-Vogel und vier der 13 vorkommenden Affenarten werden ebenfalls vorgestellt. Im Regenwald wird eine 40 Meter hohe Baumplattform erklommen, von der aus ein weiter Rundblick möglich ist. Die Vegetation und oft bizarre Pilze sind ebenfalls bemerkenswert. Bei einem nächtlichen Ausflug werden Geckos, Frösche und andere Amphibien, Heuschrecken und diverse Spinnen gefunden. Höhepunkt ist die (kurze) Begegnung mit einem wildlebenden Tapir. Ein von Hand aufgezogenes Exemplar besucht regelmässig die Lodge und ist schon fast zu anhänglich. Bei einem Besuch im Dorf von Einheimischen erhält der Referent Einblicke in das Alltagsleben der dort wohnenden zwei indigenen Stämme.

Nach einem Aufenthalt in einer weiteren Lodge, wo noch Blattschneiderameisen und eine Harpye im Bild festgehalten werden, geht es mit Boot und Bus zurück nach Cusco.

Anwesende

34 Mitglieder, 6 Gäste, Total 40 Personen

Schluss der Sitzung

21:25 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Manu Nationalpark in Peru – Hotspot der Biodiversität

Vortrag von Daniel Roesti, Wasen i.E.

Von Cusco aus fahren wir mit Geländewagen und Boot in den Tieflandregenwald von Peru. Im Manu Nationalpark unternehmen wir von unserer Lodge aus mehrere Tages- und Nachtexkursionen. Der einheimische Führer zeigt uns unberührten Regenwald und traumhafte Lagunen. Wir entdecken Affen, Riesenotter, viele verschiedene Papageien, Frösche sowie unzählige Heuschrecken und Schmetterlinge – auf Schritt und Tritt immer wieder neue Arten.


Bild: Jungtier einer Laubheuschrecke mit auffällig blau-roter Färbung. CC-BY-SA-4.0 Daniel Roesti, Wasen i.E., Schweiz

Naturbeobachtungen zwischen Atlantik und Pazifik – Eine Reise nach Costa Rica

Vortrag von Bernhard Jost, Münsingen

Unsere Naturexpedition in Costa Rica beginnt in den Flachlandregenwäldern der Atlantikseite. Danach steigen wir hinauf in die Bergregionen von Monteverde mit seinen Nebelwäldern. Von dort führt unsere Reise in die Trockenwälder der Provinz Cuanacaste auf der Pazifikseite.

Die letzten Tage durften wir auf der Finca Hamadryas von Gabi und Paul Gloor im zentralen Hochland verbringen.

Gäste sind willkommen!


Bild: Fischertukan (Ramphastos sulfuratus), eine von sieben Tukan-Arten auf Costa Rica. CC-BY-SA-4.0 Bernhard Jost, Münsingen, Schweiz

Schmetterlings-Expedition in den Iran

Ende Mai hat eine Gruppe aus drei Mitgliedern des EVB für knapp zwei Wochen eine Schmetterlings-Expedition in den Iran unternommen. Aber auch viele andere Insekten und Vögel konnten beobachtet werden.

Schmetterlings-Expedition in den Iran weiterlesen

Die vielfältige Schönheit von Pflanzen- und Tierwelt in Nordborneo

Bildervortrag von Felix Amiet, Solothurn

Im Januar 2017 bereiste der Referent Nordborneo (Malaysia). Das Hauptziel bestand im Kennenlernen und Bewundern der vielfältigen und speziellen Pflanzen- und Tierwelt. Obwohl der grösste Teil des Landes durch Plantagen zerstört ist, sind die Reste des Tropenwaldes immer noch voller Überraschungen. Mit vielen Bildern wird Felix Amiet uns einen Eindruck von der Vielfalt und Schönheit der einzigartigen Natur vermitteln.

Gäste willkommen!

Bild: Tagfalter Hypolimnas bolina (Deutscher Name: „Gewöhnliche Eierfliege“),  Felix Amiet

(Der ursprünglich vorgesehene Kurzvortrag von Werner Marggi zu der Laufkäfergattung Ocys verschiebt sich auf einen späteren Zeitpunkt)

Protokoll der Sitzung vom 16.1.2018

Entomologisches

Vortrag unseres Mitglieds Daniel Roesti, Wasen i.E.
Von Kapstadt nach Kasane. Eine naturkundliche Reise durch Südafrika und Botswana

Der Referent unternahm die mehrwöchige Reise im Januar/Februar 2017, z.T. im erweiterten Familienkreis und mit einem geländegängigen Mietwagen. Der von zahlreichen Bildern und auch Videos umrahmte Vortrag beginnt Protokoll der Sitzung vom 16.1.2018 weiterlesen

Von Kapstadt nach Kasane. Eine naturkundliche Reise durch Südafrika und Botswana

Reisebericht von Daniel Roesti, Wasen i. E.

Die Reise beginnt im südlichen Afrika mit der Erkundung der einzigartigen Flora der Kapregion und der Besteigung des Tafelbergs bei Kapstadt. Der Westküste Südafrikas entlang geht es nordwärts auf den Spuren von auffälligen und getarnten Heuschrecken und eigenartigen, an die Wüste angepassten Pflanzen. Der Transfrontier National Park im Grenzgebiet von Südafrika und Botswana bietet gute Beobachtungsmöglichkeiten für Löwen, Geparden und zahlreiche Antilopenarten.

Die Reise führt weiter durch das menschenleere Kalahari Game Reserve im Zentrum Botswanas und das ausgedehnte Okavango Delta, ein Naturparadies mit grossen Elefantenherden, Flusspferden, Giraffen, Zebras, Büffeln, Antilopen, Raubtieren, Vögeln und Insekten. Afrika pur! Über das legendäre Savuti, Auge in Auge mit Elefanten, endet die Reise schliesslich am Chobe River, einem weiteren Hotspot der Biodiversität im Norden Botswanas bei Kasane.

Gäste willkommen!

Auf Schmetterlingsjagd in der Todeszone von Tschernobyl

Weissrussland (Belarus) ist nicht gerade ein klassisches Reiseziel für mitteleuropäische Entomologen. Abgelegen, politisch fragwürdig, touristisch wenig ergiebig und im Westen am ehesten noch mit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in Verbindung gebracht, findet man nicht viele Kollegen, die schon einmal dort waren. Dabei hat das Land für Schmetterlingskundler durchaus einiges zu bieten. Auf Schmetterlingsjagd in der Todeszone von Tschernobyl weiterlesen