Protokoll der Sitzung vom 19.01.2021

Entomologisches

Protokoll der Sitzung vom 19.01.2021 – Zoom-Vortrag unseres Mitglieds Michael Balkenohl: «Peloponnes, ein Exkursionsbericht» Entomologischer Reisebericht

Der Referent gibt zunächst einen Abriss über das Exkursionsgebiet, die Halbinsel Peloponnes in Griechenland, es war seine erste Exkursion dorthin. Die Untersuchungsgebiete verteilten sich über die ganze Halbinsel und reichten von der Meeresküste bis zum Gebirge. Die Herbergssuche erwies sich als recht einfach. Jedes Dorf hat eine Kirche, daneben gibt es eine Beiz, wo man Empfehlungen für Unterkünfte erhält.

Gleich am ersten Halt fand der Referent interessante Käfer erbeutet. Die Gegend wird von Ziegen beweidet, aber recht extensiv. An der Küste bei Kaloghria war die Suche nach einem bestimmten Laufkäfer geplant, von welchem bisher nur zwei Exemplare aus Griechenald bekannt waren. Die nächtliche Suche am Strand war sehr erfolgreich, jedoch gelangen auch Nachweise im schattigen Pinienwald. Beifänge waren Skorpione, eine Sandboa (die einzige europäische Riesenschlange) und diverse Schildkröten.

An einer mykenischen Festung gelang der Fund einer weiteren, ähnlichen Scarythes-Art. Auch interessante Rosen- und Bockkäfer waren zu sehen. Ein vermodernder Ulmenstamm offenbarte bei näherer Untersuchung Schnecken, eine Kröte und wie erhofft zahlreiche Käferlarven. Auch die schöne Flora war ergiebige Quelle für Käfer und weitere Insekten.

Nächste Station war das Taygetos-Gebirge, auch hier wieder mit zahlreichen blühenden Pflanzen und entsprechenden Insekten. Darunter befanden sich Prachtkäfer, diverse Laufkäfer, Nachtfalter, aber auch Spinnen und weitere Schildkröten. Unter Steinen kamen Ameisen-Schlangen und eine neue Carabidenart zum Vorschein.

Der naturnahe Wald beherbergte zahlreiche interessante Käfer, darunter scheue Prachtkäfer und beeindruckende Bockkäfer. Der Referent hat vor, dieses interessante Gebiet erneut zu bereisen.

An den Vortrag schliesst sich eine Diskussion mit Fragerunde an.

Geschäftliches

Anwesende

21 Mitglieder, 1 Gast, Total 22 Personen

Schluss der Sitzung

21:10 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

[ONLINE] Peloponnes, ein Exkursionsbericht

Online-Vortrag von Michael Balkenohl, Bonstetten

Die Halbinsel Peloponnes liegt im Süden des griechischen Festlandes und ist gekennzeichnet durch scharfe Kontraste zwischen rauen, unbewohnten Gebirgen (bis 2400 m) mit ursprünglichen Wäldern und fruchtbaren reicher besiedelten Tälern bzw. dem Flachland am Meer.

Ebenso reich gegliedert sind auch Flora und Fauna, weswegen die Halbinsel ein bevorzugtes Ziel von Botanikern, Ornithologen, Herpetologen, und Entomologen ist. Die Halbinsel ist so reichhaltig, dass sie unmöglich mit nur einer Reise auch nur annähernd erfassbar ist.

Ende Mai 2019 besuchten wir die Halbinsel Peloponnes erstmals. Obwohl die Exkursion nur als Basis für Folgebesuche – also Stippvisiten-artig – geplant war, war sie ein voller Erfolg.

Es werden Eindrücke der besonderen Landschaftsformen und ihrer «Bewohner» vorgestellt.

Die Veranstaltung wird mit Zoom durchgeführt. Der Link wird vom Sekretär an die Vereinsmitglieder geschickt. Gäste sind willkommen, wir bitten jedoch um Anmeldung per E-Mail (über Kontakt). Leider lässt die Pandemie weiterhin keine Veranstaltungen im gewohnten Rahmen zu. Der ursprünglich vorgesehene Vortrag über die Scaritinae (Laufkäfer) wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.


Beitragsbild: Ein Bockkäfer (Agapanthia cynarae Germar) auf der Blüte einer Distel. Halbinsel Peloponnes. CC-BY-SA 4.0 Michael Balkenohl, Bonstetten, Schweiz.

Protokoll der Sitzung vom 04.02.2020

Entomologisches

Protokoll der Sitzung vom 04.02.2020 – Vortrag unserer Mitglieder Martin Albrecht, Bolligen und Bernhard Jost, Münsingen: «Schmetterlinge und andere Tiere im Iran». Vortrag über verschiedene Insekten und andere Tiere im Iran.

Die beiden Referenten reisten Ende Mai 2018 zusammen mit Thomas Kissling aus Bülach für knapp zwei Wochen in den Iran um insbesondere das Elburs-Gebirge im Norden des Landes zu erkunden. In der Obhut eines einheimischen Fahrers verlief die Reise unkompliziert und – abgesehen von einigen Pannen des etwas altersschwachen Fahrzeugs – problemlos. Übernachtet wurde in Gästehäusern und Hotels, welche in der Regel einen recht akzeptablen Standard aufwiesen.

Tagsüber unternahmen die Entomologen in der ersten Woche Exkursionen in die Berge nördlich der Provinzhauptstadt Zanjan (etwa 250 km westlich von Teheran). Dabei wurde, auch dank des ungewöhnlich regenreichen Frühjahrs, eine beeindruckende Artenzahl an Schmetterlingen aber auch Heuschrecken, Käfern und anderen Sechsbeinern beobachtet, aber auch Reptilien wie der Scheltopusik, Agamen und eine Schildkröte. Im Gebirge war noch ein deutlicher Frühjahrsaspekt festzustelle. Deshalb waren die vom Sekretär gesuchten Dickkopffalter der Gattung Carcharodus leider noch kaum anzutreffen. Trotzdem zeigte der Vortrag einen guten Überblick der Insekten und anderen Tiere im Iran.

Ein Tag war der Erkundung des reichen kulturellen Erbes des Iran gewidmet. Bei einem Ausflug nach Takht-e-Soleiman wurde die Weltkulturerbestätte mit ihrem artesischen See und den eindrücklichen Ruinen des zoroastrischen Feuertempels in Augenschein genommen. Dort wie auch in allen anderen aufgesuchten Gebieten gab es praktisch keine anderen ausländischen Touristen. Trotz Ramadan konnte  war dank des Status als „Reisende“ jederzeitige Nahrungsaufnahme sogar direkt neben der Strasse möglich.

Beim zweiten Teil des Aufenthalt war Teheran die Ausgangsbasis für weitere Exkursionen in die Berge nördlich und östlich der Stadt. Dabei gelangen weitere Einblicke in die Biodiversität des Elburs-Gebirges. Am letzten Tag wurde dann noch der historische Golestan-Palast im Zentrum besichtigt.

Geschäftliches

Anwesende

27 Mitglieder, 2 Gäste, Total 29 Personen

Schluss der Sitzung

21:20 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Schmetterlinge und andere Tiere im Iran

Vortrag von Martin Albrecht, Bolligen, und Bernhard Jost, Münsingen

Die beiden Referenten stellen Impressionen aus einem weitgehend unbekannten Reiseland des Nahen Ostens vor: Landschaften, Schmetterlinge und andere Tiere vorwiegend aus dem Elburs-Gebirge im Norden des Landes.

Gäste willkommen!


Beitragsbild: Der Baum-Weissling (Aporia crataegi) kommt auch im Iran vor. CC-BY-SA 4.0 Martin Albrecht, Bolligen, Schweiz.

Protokoll der Sitzung vom 19.3.2019

Entomologisches

Vortrag unseres Mitglieds Daniel Roesti, Wasen i.E.: „Manu Nationalpark in Peru – Hotspot der Biodiversität.“

Der Referent berichtet, unterstützt von wie immer sehr gelungenen Bildern und Videos, von einer Reise nach Peru im Vorjahr. Ausgangspunkt ist die im Hochland gelegene Hauptstadt Cusco. In der eine Million Einwohner zählenden Stadt besichtigt er zunächst das historische Zentrum mit der Kathedrale. Eine höher gelegene Festung erstaunt mit perfekten Steinmauern. Ein erster Ausflug führt nach der bekannten Touristenattraktion Machu Picchu. In der Nähe gibt es Bergregenwald mit zahlreichen Orchideen.

Anschliessend geht es mit dem Bus zum Manu-Nationalpark. Im Hochland dominieren zunächst noch Ackerbau und Alpaka-Haltung. Dann geht es hinunter in den Regenwald des Amazonasbeckens. Die Bäume sind dort mit zahlreichen Epiphyten bewachsen. Nach achtstündiger Fahrt wird die erste Lodge erreicht. Eine grosse Menge Treiberameisen überquert dort eine Strasse. Grosse Falter aus den Gattungen Morpho und Urania sind ebenfalls unterwegs. Die Reise wird mit dem Boot flussabwärts fortgesetzt. Das Gewässer und der angrenzende Urwald sind sehr beeindruckend. Vom Boot aus können Kaimane und Brüllaffen beobachtet werden.

Von der zweiten Lodge aus werden ebenfalls Exkursionen unternommen, z.B. zu den Erd-Leckstellen der Aras. Diese erweisen sich aber als sehr kamerascheu. Ausser den Aras gibt es weitere Papageien und auch Geier, ferner Spinnen, Heuschrecken und Tagfalter. Ein weiterer Ausflug führt zu einem Flussabschnitt mit den beeindruckenden Riesenottern. Der eigenartige Hoazin-Vogel und vier der 13 vorkommenden Affenarten werden ebenfalls vorgestellt. Im Regenwald wird eine 40 Meter hohe Baumplattform erklommen, von der aus ein weiter Rundblick möglich ist. Die Vegetation und oft bizarre Pilze sind ebenfalls bemerkenswert. Bei einem nächtlichen Ausflug werden Geckos, Frösche und andere Amphibien, Heuschrecken und diverse Spinnen gefunden. Höhepunkt ist die (kurze) Begegnung mit einem wildlebenden Tapir. Ein von Hand aufgezogenes Exemplar besucht regelmässig die Lodge und ist schon fast zu anhänglich. Bei einem Besuch im Dorf von Einheimischen erhält der Referent Einblicke in das Alltagsleben der dort wohnenden zwei indigenen Stämme.

Nach einem Aufenthalt in einer weiteren Lodge, wo noch Blattschneiderameisen und eine Harpye im Bild festgehalten werden, geht es mit Boot und Bus zurück nach Cusco.

Anwesende

34 Mitglieder, 6 Gäste, Total 40 Personen

Schluss der Sitzung

21:25 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Manu Nationalpark in Peru – Hotspot der Biodiversität

Vortrag von Daniel Roesti, Wasen i.E.

Von Cusco aus fahren wir mit Geländewagen und Boot in den Tieflandregenwald von Peru. Im Manu Nationalpark unternehmen wir von unserer Lodge aus mehrere Tages- und Nachtexkursionen. Der einheimische Führer zeigt uns unberührten Regenwald und traumhafte Lagunen. Wir entdecken Affen, Riesenotter, viele verschiedene Papageien, Frösche sowie unzählige Heuschrecken und Schmetterlinge – auf Schritt und Tritt immer wieder neue Arten.


Bild: Jungtier einer Laubheuschrecke mit auffällig blau-roter Färbung. CC-BY-SA-4.0 Daniel Roesti, Wasen i.E., Schweiz

Naturbeobachtungen zwischen Atlantik und Pazifik – Eine Reise nach Costa Rica

Vortrag von Bernhard Jost, Münsingen

Unsere Naturexpedition in Costa Rica beginnt in den Flachlandregenwäldern der Atlantikseite. Danach steigen wir hinauf in die Bergregionen von Monteverde mit seinen Nebelwäldern. Von dort führt unsere Reise in die Trockenwälder der Provinz Cuanacaste auf der Pazifikseite.

Die letzten Tage durften wir auf der Finca Hamadryas von Gabi und Paul Gloor im zentralen Hochland verbringen.

Gäste sind willkommen!


Bild: Fischertukan (Ramphastos sulfuratus), eine von sieben Tukan-Arten auf Costa Rica. CC-BY-SA-4.0 Bernhard Jost, Münsingen, Schweiz.

Schmetterlings-Expedition in den Iran

Ende Mai hat eine Gruppe aus drei Mitgliedern des EVB für knapp zwei Wochen eine Schmetterlings-Expedition in den Iran unternommen. Aber auch viele andere Insekten und Vögel konnten beobachtet werden.

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Die vielfältige Schönheit von Pflanzen- und Tierwelt in Nordborneo

Bildervortrag von Felix Amiet, Solothurn

Im Januar 2017 bereiste der Referent Nordborneo (Malaysia). Das Hauptziel bestand im Kennenlernen und Bewundern der vielfältigen und speziellen Pflanzen- und Tierwelt. Obwohl der grösste Teil des Landes durch Plantagen zerstört ist, sind die Reste des Tropenwaldes immer noch voller Überraschungen. Mit vielen Bildern wird Felix Amiet uns einen Eindruck von der Vielfalt und Schönheit der einzigartigen Natur vermitteln.

Gäste willkommen!

Bild: Tagfalter Hypolimnas bolina (Deutscher Name: „Gewöhnliche Eierfliege“),  Felix Amiet

(Der ursprünglich vorgesehene Kurzvortrag von Werner Marggi zu der Laufkäfergattung Ocys verschiebt sich auf einen späteren Zeitpunkt)