Wespenplage – alle Jahre wieder!

Im Sommer ist es meist wieder soweit: Es droht die Wespenplage! Die Wespen schwirren um den Teller und werden oft so richtig lästig. Was dagegen unternommen werden kann und warum die Tiere dennoch sehr viel Gutes haben, kann diesem Beitrag im Medaillon Online der Burgergemeinde Bern entnommen werden.


Beitragsbild: Porträt der Gemeinen Wespe (Vespula vulgaris). CC BY-SA 4.0 Sophie Giriens, Fribourg, Schweiz.

Spalten-Wollbiene & Co

An diesem Diskussionsabend mit Flohmarkt ist jedes EVB-Mitglied dazu eingeladen, seine neusten Funde zu präsentieren (wie die Spalten-Wollbiene auf dem Bild) oder auch nur ein paar Fotos zu zeigen. Wer kann über Entdeckungen berichten?

An diesem Abend holen wir auch den schon lange geplanten Flohmarkt nach. Wer möchte, kann etwas mitbringen.

Gäste sind willkommen!

Ursprünglich war geplant, die Veranstaltung online per Zoom durchzuführen. Sie findet nun aber ausschliesslich vor Ort statt.


Beitragsbild: Spalten-Wollbiene (Anthidium oblongatum) schabt die Haare von Blättern für ihre Brutzellen, aufgenommen im Garten. CC BY-SA 4.0 Felix Amiet, Solothurn, Schweiz.

[ONLINE] Mimesa Grabwespe & Co

In gemütlicher Runde kommen wir im neuen Jahr zusammen, um neuste Funde (wie die Mimesa Grabwespe auf dem Bild) und Fotos zu präsentieren. Kurze Reise- oder Exkursionsberichte sind sehr willkommen. Wir freuen uns auf einen schönen Auftakt ins EVB-Jahr 2022. Für die Präsentation stehen Laptop und Beamer zur Verfügung.

Die Veranstaltung wird mit Zoom durchgeführt. Der Link wird vorher an die Vereinsmitglieder geschickt. Wer eine kurze Präsentation zeigen möchte wird gebeten, sich vorher mit dem Präsidenten in Verbindung zu setzen. Gäste sind willkommen, wir bitten jedoch um Anmeldung per E-Mail (über Kontakt).


Beitragsbild: Grabwespe (Mimesa bruxellensis) mit frisch erbeuterter Zikade, aufgenommen im Garten. Diese dienen als Nahrung für die Brut. CC BY-SA 4.0 Felix Amiet, Solothurn, Schweiz.

Protokoll der Sitzung vom 21. 12. 2021

Entomologisches

Online-Vortrag von Sophie Kratschmer, Unversität für Bodenkultur Wien: «Wildbienen und Honigbienen: Konkurrenz oder Koexistenz in Agrarökosystemen?»

Die Referentin, welche kurzfristig für den eigentlich geplanten Vortragenden eingesprungen ist, stellt zunächst kurz die Wildbienen generell vor: Zu den Hautflüglern gehörig und durch ihre «Wespentaillen» gekennzeichnete Insekten, welche dort eine von den Ameisen und Faltenwespen getrennte Gruppe bilden. Weltweit sind etwa 20.000 Arten bekannt, in Europa ungefähr 2.000. In Deutschland ca. 580, in der Schweiz 640 und in Österreich etwa 700. Eine davon ist die Honigbiene.

Nur die Weibchen können stechen. Die Grösse variiert von 5 mm bis 3 cm. Die meisten Arten sind solitär, einige eusozial. Etwa die Hälfte der Arten nistet im Boden, ein Viertel oberirdisch und der Rest sind Kuckucksbienen. Honigbienen haben keine solitäre Phase und bilden mehrjährige Völker. Sie sind sehr flexibel bei der Nahrungssuche.

Ein Beispiel illustriert den Entwicklungszyklus und den Unterschied zwischen poly- und oligolektischen (spezialisiert auf bestimmte Pflanzen) Arten. Für die Versorgung einer Brutzelle mit Pollen müssen bis zu 2.000 Blüten besucht werden. Auf die enorme (auch wirtschaftliche) Bedeutung der Bestäubungsarbeit wird eingegangen. Honigbienen sind wichtige Bestäuber grossflächiger Kulturen, die Bevorzugung nur einer Art hat jedoch riskante Folgen (Anfälligkeit gegen Parasiten u.a.). Lebensräume von Wildbienen müssen sowohl Nistplätze als auch Pollen- und Nektarquellen enthalten. Gefährdungsursache sind vor allem ausgeräumte Landschaften, Pestizide und Düngemitel, der Klimawandel.

Die Referentin erläutert das Konzept von Konkurrenz zwischen Arten. Die Hauptkonkurrenz findet hauptsächlich bei den Nahrungsquellen statt. Die Honigbiene hat hier diverse Vorteile gegenüber den anderen Bienenarten, einerseits durch ihre biologischen Eigenschaften, andererseits durch die Auswirkungen der Imkerei (lokales Massenauftreten). In ausgeräumten Landschaften kann dies durchaus zu Problemen für Wildbienen führen.

Man erforscht die Konkurrenz zwischen Wild- und Honigbienen seit den 1950er Jahren erforscht, allerdings weniger in der Agrarlandschaft. Es gibt Indizien für einen geringeren Reproduktionserfolg bei Wildbienen. Bei guten Wildbienenstandorten sollte es daher eine Pufferzone für Honigbienen geben.

Geplante weitere Untersuchungen in Österreich sollen detailliertere Einblicke in die Konkurrenzsituation und ihre Auswirkungen ermöglichen, wobei auf die Kooperation mit Imkern gesetzt wird.

In der anschliessenden Diskussion wurden einzelne Aspekte des Themas vertieft.

Geschäftliches

Varia

Anwesende

26 Mitglieder, 7 Gäste, Total 33 Personen

Schluss der Sitzung

22:20 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

[ONLINE] Wildbienen & Honigbienen: Konkurrenz oder Koexistenz in Agrarökosystemen?

Vortrag von Sophie Kratschmer, Universität für Bodenkultur Wien

Wildbienen haben unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum und viele Arten sind hochspezialisiert was ihre Futterquellen und/oder ihren Nistplatz betrifft. Die Bindung an Pollen und Nektar als Nahrungsquelle haben Honigbienen und Wildbienen gemeinsam.

Inzwischen werden jedoch Stimmen lauter, dass aufgrund von Nahrungskonkurrenz zu hohe Honigbienendichten, vor allem in intensiv genutzten Agrarlandschaften, negative Auswirkungen auf Wildbienenpopulationen haben können. Die Vortragende fasst dazu bestehendes Wissen zusammen und gibt einen Ausblick auf geplante Projekte im Themengebiet.

Die online Veranstaltung wird anstelle des live Vortrags von Beat Wermelinger über Borkenkäfer (siehe hier neuer Termin) mit Zoom durchgeführt. Der Link wird vorher an die Vereinsmitglieder geschickt. Gäste sind willkommen, wir bitten jedoch um Anmeldung per E-Mail (über Kontakt).


Beitragsbild: Honigbiene (Apis mellifera) und Gewöhnliche Furchenbiene (Halictus simplex), eine Wildbiene, gemeinsam auf einer Wegdistel (Carduus acanthoides), 2019 in Wien. CC BY-SA 4.0 Sophie Kratschmer, Wien.

Protokoll der Sitzung vom 7. 12. 2021

Entomologisches

Der Sekretär zeigt einen Saisonrückblick mit Bildern aus dem Wallis, dem Jura und dem Tessin.

Herr Mosimann berichtet über den Fund eines interessanten Spinnenkokons auf seinem Grundstück.

Der Präsident erwähnt die Hymenopterologentagung am 29. Januar, welche voraussichtlich per Zoom stattfindet. Die Tagung in Beutelsbach war offiziell abgesagt, einige Unentwegte trafen sich jedoch inoffiziell.

Der Präsident stellt einige interessante Schnell-, Bock-, Lauf-, Juni-, Juli-, Pracht- und Rosenkäfer in Wort und Bild vor. Ausserdem berichtet er von einem ernsten Borreliosefall in seiner Familie . Er weist bei dieser Gelegenheit auf die Risiken dieser von Zecken übertragenen Krankheit hin.

Der Kassier berichtet von seinen erfolgreichen Besuchen in den Sammlungen der Museen von Paris und Brüssel, wo er sich als einer der coronabedingt sehr wenigen Besucher ungeteilter Aufmerksamkeit der Museumsangestellten erfreuen konnte.

Herr Baur weist auf die kleine Serie über Klimaprofiteure auf unserer Website hin.

Herr Cordillot berichtet über die erfolgreiche Suche nach wildlebenden Honigbienen in der Schweiz. Diese Völker leben in Bäumen, aber auch Gebäuden und sollen in der Zukunft detaillierter untersucht und kartiert werden. Bienenvölker sind wie Ameisen «Superorganismen», was eine sehr interessante Anpassung an wechselnde Lebensbedingungen ist. Der Imkerei ist die natürliche Biologie der Honigbiene offenbar weitgehend unbekannt. Es ist zu klären, ob diese Biene ein möglicherweise gefährdetes Wildtier ist. Wildlebende Bienenvölker bitte an Herrn Cordillot melden.

Geschäftliches

Unser Ehrenmitglied Werner Marggi hat sich nach 44jähriger Zugehörigkeit zum EVB entschieden, den Verein zu verlassen. Wir nehmen seinen Entscheid mit Bedauern zur Kenntnis.

Die Mitglieder haben den Insektenkalender 2022 mit Fotos von Rolf Pflugshaupt erhalten. Ein Exemplar darf man verschenken. Spenden sind willkommen.

Das Verfahren zur Steuerbefreiung für den EVB ist erfolgreich abgeschlossen. Es darf ab sofort steuerbefreit gespendet werden!

Herr Neumann informiert, dass er neu der Vertreter des EVB bei der SEG und Ansprechpartner bei uns für SEG-Themen ist. Wie sich herausgestellt hat, hat die Entomo Helvetica in den letzten Jahren einen Gewinn erwirtschaftet. Nach diversen Diskussionen im Rahmen der SEG hat sich herausgestellt, dass rechtliche Konstrukt „EH“ unbestimmt ist und über das weitere Vorgehen von den involvierten Organisationen (entomologische Vereine) entschieden werden soll. Es ist hier noch einiges zu klären, weitere Abstimmungen sind geplant.

Der Kassier informiert, dass die Einzahlungsquote des Mitgliedsbeitrags seit ein paar Wochen bei phänomenalen 100% liegt.

Varia

Anwesende

23 Mitglieder, 0 Gäste, Total 23 Personen

Schluss der Sitzung

22:00 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Protokoll der Sitzung vom 16. 11. 2021

Entomologisches

Vortrag zum Thema optisch attraktraktive Insekten von Katrin Luder, Olten, und unserem Mitglied Bähram Alagheband, Solothurn: «‘Glanz & Glitzer’: Juwelen der Schweizer Insektenwelt».

Die Referentin und der Referent präsentieren mit eindrücklichen Bildern und Videos das Thema optisch attraktive Insekten. Dabei stellen sie besonders prächtige und farblich ungewöhnliche einheimische Insekten vor. Die oft verborgene Schönheit und beeindruckende Formen- und Farbenvielfalt der kleinen Wunderwerke wird einem zahlreichen Publikum nähergebracht. Im Fokus stehen insbesondere Heuschrecken, Schmetterlinge, Käfer, Wespen, Wildbienen und Libellen welche Herr Alagheband auf zahlreichen Exkursionen vor die Kamera bekommen hat. Besonders eindrücklich sind die unglaublich farbenprächtigen, aber meist winzigen Goldwespen, die es Herrn Alagheband besonders angetan haben. Neben den optischen Vorzügen der Insekten werden auch einige spannende Verhaltensweisen aufgezeigt. Schliesslich gibt es noch einen Blick hinter die Kulissen der vom Referenten angewendeten Aufnahmetechnik.

Geschäftliches

Varia

Anwesende

25 Mitglieder, 22 Gäste, Total 47 Personen

Schluss der Sitzung

21:45 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

«Glanz & Glitzer»: Juwelen der Schweizer Insektenwelt

Vortrag von Katrin Luder, Olten, und Bähram Alagheband, Solothurn

Katrin, Biologin, und Bähram, Naturfotograf, sind als Duo «Käfer & kundig» in der Schweiz unterwegs, ausgerüstet mit Kamera und Bestimmungslektüre auf der Suche nach aussergewöhnlichen Tierarten (wie dem Fallkäfer auf dem Bild). In den zwei letzten Jahren haben sie besonders Ausschau gehalten nach Glanz und Glitter der Schweizer Insektenwelt.

Von den Walliser Goldwespen bis zum violetten Fallkäfer im Zürcher Unterland ist das Spektrum an auffälligen Insekten schier grenzenlos – auch in der Schweiz. «Käfer & kundig» haben die Ausbeute 2020/2021 ausgewertet und die schillerndsten Exemplare zusammengestellt.


Beitragsbild: Ein Fallkäfer (Cryptocephalus sp.) auf Blüten einer Schafgarbe. CC BY-SA 4.0 Bähram Alagheband, Solothurn, Schweiz.

Protokoll der Sitzung vom 16.03.2021

Entomologisches

Herr de Roche stellt den Schmetterling des Jahres vor, den Braunen Bären (Arctia caja). Seine erste Begegnung machte er als Raupendompteur einer Filmaufnahme, bei welcher ein agile Bärenraupe die Hauptrolle spielte. Die Art ist in Entomologenkreisen gut bekannt. Er erläutert kurz den Entwicklungszyklus der Art und weist auf die schädlichen Auswirkungen der nächtlichen Lichtflut wird hin. Er zeigt Ursachen und Lösungsmöglichkeiten für das Problem auf verbunden mit einem Appell, die Lichtbelastung im lokalen Umfeld möglichst gering zu halten.

Herr Baur präsentiert Fotos von zwei Wespenarten, welche von Gerd Reder aus Deutschland aufgenommen wurden. Die Bilder zeigen eine parasitische Hungerwespe welche eierlegende Schwertwespen verfolgt und ihre Eier unmittelbar im Anschluss appliziert.

Der Sekretär stellt kurz die geplante Umfrage unter den Vereinsmitgliedern vor. Es soll u.a. nach der Motivation für den Beitritt gefragt werden und die generelle Zufriedenheit der Mitglieder mit den Vereinsaktivitäten ermittelt werden. Ziel ist es, dass gerade auch die selten an Veranstaltungen anwesenden Mitglieder ihre Meinung einbringen können. Der Versand erfolgt in den nächsten Tagen.

Herr Baur weist auf die laufende Ausstellung „Wunderkammer“ im Naturhistorischen Museum hin. Thema sind Sammlungen des Museums. Herr Neumann erinnert an die Katzenausstellung im Naturmuseum Solothurn.

Geschäftliches

Herr Baur berichtet, dass im Rahmen der SEG das Thema „Entomo Helvetica“ und insbesondere das rechtliche Konstrukt der Mitgliedschaft und die Finanzierung näher diskutiert werden soll. Er verspricht, darüber bei nächster Gelegenheit berichten.

Varia

Herr Bryner hat für sein neues Adelidenbuch den Prix Moulines der SEG erhalten. Die Anwesenden gratulieren herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung.

Anwesende

25 Mitglieder, 3 Gäste, Total 38 Personen

Schluss der Sitzung

21:10 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Kiental: unsere Sommerexkursion findet statt!

Der Vereinsausflug führt uns dieses Jahr ins wunderschöne Kiental im Berner Oberland. Dort findet man etwa im Seitental des Spiggebachs artenreiche Trockenwiesen und -weiden mit vielen Blumen, Schmetterlingen, Fliegen, Wanzen, Wespen und Wildbienen. Ferner gibt es eine Alpakazucht.

Das Kiental ist also ein sehr lohnendes Ausflugsziel, das von Bern mit dem Auto in nur einer Stunde erreichbar ist.

Gäste willkommen!

Organisatorisches

Anfang Juni können wir nun bekannt geben, dass der traditionelle EVB-Sommerausflug duchgeführt werden kann. In diesem Jahr nur eintägig, am Sonntag, 28. Juni 2020. Die Details finden sich in der Einladung und werden den Mitgliedern auch noch per mail zugestellt. Die Anmeldung bis am 23. Juni an den Sekretär Martin Albrecht ist notwendig. Wir freuen uns, euch wieder einmal zu sehen!


Beitragsbild: Trockenwiese nahe bei Spiggeweid im Kiental auf etwa 1200 m ü.M. CC-BY-SA-4.0 Martin Albrecht, Schüpfen, Schweiz.