Gut bekannt oder unbenannt? Alpenschmetterlinge im Zeitalter des DNA-Barcodings

Vortrag von Peter Huemer, Tiroler Landesmuseen, Innsbruck

Schmetterlinge sind mit mehr als 5000 Arten eine der vielfältigsten Tiergruppen im Alpenraum. Sie werden hier seit etwa 250 Jahren erfasst und katalogisiert und gelten daher weitum als hervorragend untersucht. Die zunehmende Anwendung molekularer Methoden in den letzten Jahren, eingebettet in ein globales Datennetzwerk, zeigt jedoch erstaunliche Lücken auf. Integrative Studien führen zu einer taxonomischen Neubewertung in vielen Gattungen der Alpenschmetterlinge. Unter dem Zauberwort der kryptischen Diversität werden heute mitten in Europa neue, namenlose Arten entdeckt und beschrieben.

Gäste sind willkommen!


Bild: Weibchen des Langhornfalters Nemophora degeerella / scopolii. Bei dieser Art wurde kürzlich festgestellt, dass sich in Tat und Wahrheit zwei Arten unter demselben Namen verbergen. CC-BY-SA-4.0 Peter Buchner, Schwarzau am Steinfeld, Österreich

Höhlenexkursion – wo die Schmetterlinge überwintern

Höhlenexkursion mit Rudolf Bryner und Markus Fluri

Die Grotte aux Fées bei Vallorbe (VD) gehört zu den eindrücklichsten Höhlen im Schweizer Jura. Dank ihrer Grösse lässt sie sich relativ einfach zu Fuss erkunden. Selbst im Winter herrschen ausgeglichene Temperaturen zwischen 3–5°C. Dadurch bietet sie optimale Bedingungen für viele überwinternde Tier, wie Schmetterlinge, Spinnen und Fledermäuse. Auf einer Höhlenexkursion unter der kundigen Führung von Rudolf Bryner und Markus Fluri lernen wir sie näher kennen.

Organisatorisches

Die genaue Uhrzeit und der Treffpunkt werden noch bekannt gegeben.

Ausrüstung: Taschenlampe, gute Schuhe, zweckmässige Kleidung (in Höhlen kann es feucht und schmutzig sein, die Temperatur liegt im einstelligen Plusbereich). Fotoapparate mit Blitzlicht sind sparsam einzusetzen, damit überwinternde Fledermäuse so wenig wie möglich gestört werden.

Ziel: Wir beobachten Spanner (Geometriden) und Eulenfalter (Noctuiden), welche den Winter in Höhlen verbringen, sowie andere in Höhlen lebende Gliedertiere (Spinnen).

 


Bild: Im Inneren der Grotte aux Fées bei Vallorbe (Kanton Waadt). Die Höhle bietet auch Nachtfaltern einen sicheren Unterschlupf zum Überwintern. CC-BY-SA-4.0 Rudolf Bryner, Biel.

Protokoll der Sitzung vom 15.5.2018

Entomologisches

Herr Jost hat einen Teil der Bärenspinner (Arctiinae) von Hermann Gerber mitgebracht. Die Sammlung soll als Schenkung ans Naturhistorische Museum Bern gehen. Sie enthält einige Schweizer Kostbarkeiten, darunter den ausserordentlich seltenen Schwarzgefleckten Bär (Chelis maculosa) und Exemplare des Matterhornbärs (Holoarctia cervini) aus dem Kanton Graubünden. Protokoll der Sitzung vom 15.5.2018 weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 1.5.2018

Entomologisches

Frau Urfer berichtet über ihr laufendes Projekt über die Tapezierspinne (Gattung Atypus). Diese Tiere haben ein interessantes Fortpflanzungsverhalten, das noch schlecht untersucht ist. Die Jungtiere legen im Frühjahr feine Gespinste in der Vegetation an. Frau Urfer bittet um Meldung von Kolonien im Raum Bern, auch Männchen werden gesucht (karin.urfer@students.unibe.ch). Protokoll der Sitzung vom 1.5.2018 weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 17.4.2018

Entomologisches

Vortrag unseres Mitglieds Theo Hofmann, Wengi b. Büren
Brunei und Malaysia

Der Referent berichtet in seinem von eindrücklichen Aufnahmen begleiteten Vortrag von einem vierwöchigen Aufenthalt auf Borneo vor etwa vier Jahren, den er dank einer einheimischen Bekannten organisieren konnte. Protokoll der Sitzung vom 17.4.2018 weiterlesen

Digitalisieren von Sammlungen – vernetzt in die Zukunft

Digitalisieren ermöglicht die rasche Verknüpfung grosser Datenmengen. Dies führt in der Entomologie zu einem Informationsaustausch, wie er bis vor Kurzem noch undenkbar war. In der Schweiz hat das Naturhistorische Museum Bern eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung von Sammlungen gespielt. Inzwischen sind weitere Institutionen wie die ETH-Bibliothek hinzugekommen. Alle verfolgen sie dasselbe Ziel: das Teilen von Daten. Digitalisieren von Sammlungen – vernetzt in die Zukunft weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 3.4.2018

Entomologisches

Vortrag unseres Mitglieds Felix Amiet, Solothurn
Die vielfältige Schönheit der Pflanzen- und Tierwelt in Nordborneo

Der Referent besuchte im Januar 2017 zwölf Tage den malaysischen Teil der Insel Borneo. Er hielt sich dabei an einem Ort im Westen und an drei weiteren im Osten auf. Protokoll der Sitzung vom 3.4.2018 weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 6.2.2018

Entomologisches

Kurzvortrag unserer Mitglieder Christoph Germann und Marc Neumann: Kefalonia 27. 4. – 6. 5. 2017

Die Referenten schildern die im vergangenen Frühjahr zusammen mit der Kassierin und einem Luxemburger Kollegen unternommene Reise auf die westgriechische Insel. Die Anreise erfolgte über Athen und Protokoll der Sitzung vom 6.2.2018 weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 16.1.2018

Entomologisches

Vortrag unseres Mitglieds Daniel Roesti, Wasen i.E.
Von Kapstadt nach Kasane. Eine naturkundliche Reise durch Südafrika und Botswana

Der Referent unternahm die mehrwöchige Reise im Januar/Februar 2017, z.T. im erweiterten Familienkreis und mit einem geländegängigen Mietwagen. Der von zahlreichen Bildern und auch Videos umrahmte Vortrag beginnt Protokoll der Sitzung vom 16.1.2018 weiterlesen

Zurück aus Costa Rica

Im tropischen Klima von Costa Rica gedeiht eine beeindruckende Insektenwelt mit einer Vielfalt an Formen und Farben. Gut 34‘000 Insektenarten sind bekannt, dabei sind mindestens 1200 Schmetterlinge. Das mittelamerikanische Land ist daher ein beliebtes Reiseziel bei Entomologen.

EVB-Mitglied und Spezialist für südamerikanische Falter, Bernhard Jost, ist vor kurzem von einer mehrwöchigen Reise aus Costa Rica zurückgekehrt. Zurück aus Costa Rica weiterlesen