Schmetterlinge und andere Tiere im Iran

Vortrag von Martin Albrecht, Bolligen, und Bernhard Jost, Münsingen

Die beiden Referenten stellen Impressionen aus einem weitgehend unbekannten Reiseland des Nahen Ostens vor: Landschaften, Schmetterlinge und andere Tiere vorwiegend aus dem Elburs-Gebirge im Norden des Landes.

Gäste willkommen!


Beitragsbild: Der Baum-Weissling (Aporia crataegi) kommt auch im Iran vor. CC-BY-SA 4.0 Martin Albrecht, Bolligen, Schweiz.

EVB-Sommerausflug 2019 nach Burglauenen

An der Hauptversammlung des EVB im März 2019 wurde das Ziel des diesjährigen EVB-Ausflugs gewählt: Burglauenen, kurz vor Grindelwald gelegen, ein Schmetterlings-Paradies. Bei schönstem Wetter EVB-Sommerausflug 2019 nach Burglauenen weiterlesen

Gut bekannt oder unbenannt? Alpenschmetterlinge im Zeitalter des DNA-Barcodings

ACHTUNG: Die Veranstaltung findet ausnahmsweise an einem Montag statt!

Vortrag von Peter Huemer, Tiroler Landesmuseen, Innsbruck

Schmetterlinge sind mit mehr als 5000 Arten eine der vielfältigsten Tiergruppen im Alpenraum. Sie werden hier seit etwa 250 Jahren erfasst und katalogisiert und gelten daher weitum als hervorragend untersucht. Die zunehmende Anwendung molekularer Methoden in den letzten Jahren, eingebettet in ein globales Datennetzwerk, zeigt jedoch erstaunliche Lücken auf. Integrative Studien führen zu einer taxonomischen Neubewertung in vielen Gattungen der Alpenschmetterlinge. Unter dem Zauberwort der kryptischen Diversität werden heute mitten in Europa neue, namenlose Arten entdeckt und beschrieben.

Gäste sind willkommen!


Bild: Weibchen des Langhornfalters Nemophora degeerella / scopolii. Bei dieser Art wurde kürzlich festgestellt, dass sich in Tat und Wahrheit zwei Arten unter demselben Namen verbergen. CC-BY-SA-4.0 Peter Buchner, Schwarzau am Steinfeld, Österreich

Entomologische Sammlungen im Dienste der Wissenschaft

Vortrag von Sarah Schmid, Universität Lausanne

Weltweit stecken schätzungsweise 2.5 Milliarden Exemplare in den Museen – überwiegend Insekten. Entomologische Sammlungen sind unverzichtbar bei der Klärung vieler wissenschaftlicher Fragen, etwa zur Verbreitung und Genetik von Arten. Unsere Referentin demonstriert dies anhand von Schmetterlingen und Heuschrecken.

Gäste sind willkommen!

Die Referentin wird ihren Vortrag auf Französisch halten, der Text der Präsentation wird jedoch auf Deutsch geschrieben sein.


Bild: Fliegen, gesammelt zu medizinischen Zwecken von Matrosen der US Navy Division Joint Base Pearl Harbor-Hickam (NEPMU) 6. Lizenzfrei (public domain).

Manu Nationalpark in Peru – Hotspot der Biodiversität

Vortrag von Daniel Roesti, Wasen i.E.

Von Cusco aus fahren wir mit Geländewagen und Boot in den Tieflandregenwald von Peru. Im Manu Nationalpark unternehmen wir von unserer Lodge aus mehrere Tages- und Nachtexkursionen. Der einheimische Führer zeigt uns unberührten Regenwald und traumhafte Lagunen. Wir entdecken Affen, Riesenotter, viele verschiedene Papageien, Frösche sowie unzählige Heuschrecken und Schmetterlinge – auf Schritt und Tritt immer wieder neue Arten.


Bild: Jungtier einer Laubheuschrecke mit auffällig blau-roter Färbung. CC-BY-SA-4.0 Daniel Roesti, Wasen i.E., Schweiz

Von freyschen und anderen Insekten

Führung mit Seraina Klopfstein, Christoph Germann und Matthias Borer, Naturhistorisches Museum Basel

Die drei Fachkuratoren und EVB-Mitglieder führen durch die 6 Mio. Insekten der entomologischen Sammlung des Naturhistorischen Museums Basel (NMB). Sie geben neben der weltberühmten Käfersammlung Frey auch Einblick in weitere Sammlungsteile von nationaler und internationaler Bedeutung. Gäste sind willkommen!

Anzahl Teilnehmende begrenzt!

Melden Sie sich bitte an: bei Kontakt unter «Anmeldung zu speziellen Anlässen» entsprechende Veranstaltung auswählen und weiter unten auf «ABSCHICKEN» klicken.

Organisatorische Details werden den Teilnehmenden kurz vor der Veranstaltung per E-Mail mitgeteilt.


Bild: Der Käfer Fulcidax bacca (Chrysomelidae, Cryptocephalinae) aus Brasilien. Das Exemplar steckt in der Käfersammlung Frey. CC BY-SA 4.0 Matthias Borer, NMB.

Protokoll der Sitzung vom 5.2.2019

Entomologisches

Der Präsident berichtet vom Solothurner Juchtenkäfer-Projekt. Aus der Bevölkerung kamen mehrere korrekte Meldungen des Juchtenkäfers inklusive eines «Quetschpräparats».

Herr Baur zeigt ein Foto einer obskuren Larve. Dieses ist zu Bestimmungszwecken ans Museum geschickt worden. Es handelt sich um einen Buchen-Zahnspinner (Stauropus fagi) aus ungewohnter Perspektive.

Herr Jost hält einen Kurzvortrag über den Artkomplex des Kleinen Nachtpfauenauges (Saturnia cf. pavonia) in Portugal. Im Januar konnte er an der Algarve ein Männchen finden. Jedoch ist bei diesem die genaue Bestimmung noch nicht geklärt.

Herr Huber hat ein bei der Papiersammlung entdecktes Dossier mit Käfer-Bestimmungstafeln von Adrian Lüthi mitgebracht. Dieser war Vereinsmitglied und gab bereits im Alter von 17 Jahren in Burgdorf eine entomologische Zeitschrift heraus. Sie kann auf e-periodica.ch eingesehen werden.

Herr Wymann berichtet vom Rätsel, dass in der bekannten Vorbrodt-Sammlung am Museum keinerlei Belege von vor 1910 enthalten sind. D.h., die Grundlage für das bekannte Standardwerk ist hier nicht vorhanden. Der Verbleib dieser Sammlungsexemplare ist effektiv unbekannt. Das ist aus faunistischer Sicht äusserst bedauerlich.

Angebot und Nachfrage auf dem Flohmarkt hielten sich dieses Jahr in Grenzen.

Geschäftliches

Zwei Protokolle werden verlesen und genehmigt.

Der Präsident berichtet, dass schon mehrere Projektanträge für die ANF eingereicht wurden.

Aline Knoblauch möchte dem EVB beitreten. Sie wohnt seit zwei Jahren in Bern und hat Biologie studiert. Sie hat u.a. mit Libellen und Wasserkäfern gearbeitet. Das Beitrittsgesuch wird einstimmig angenommen.

Der Präsident vermeldet den Tod von Ernst Wälti (1924-2018). Herr Wälti war seit 1943 ununterbrochen Mitglied des Vereins was mit 75 Jahren wohl der Rekordwert für den EVB ist. Nachtrag von Richard Wolf (2. 4.): Herr Wälti war auch ein begabter Grafiker und hat das frühere EVB-Logo, einen Schnellkäfer, entworfen.

Anwesende

19 Mitglieder, 1 Gast, Total 20 Personen

Schluss der Sitzung

21:30 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Protokoll der Sitzung vom 15.1.2019

Entomologisches

Vortrag unseres Mitglieds Bernhard Jost, Münsigen
Naturbeobachtungen zwischen Atlantik und Pazifik – Eine Reise nach Costa Rica

Der Referent besuchte das mittelamerikanische Land vor gut einem Jahr zusammen mit Heiner Ziegler und Joe Kollegger und hielt sich dort an verschiedenen Orten auf. Von San José reisten sie mit Auto und Boot nach Tortuguero wo sie in einer Lodge Quartier bezogen. Von dort aus wird der umliegende Regenwald erkundet. Es werden Pfeilgiftfrösche, recht wenige Falter und eine interessante Vogelwelt entdeckt. Auch Leguane und Eidechsen sind vorhanden.

Insekten und insbesondere Schmetterlinge sind jedoch auf der ganzen Reise sehr spärlich trotz idealer Jahreszeit. Trotzdem gelangen einige Fotos, auch von Seltenheiten. Eine Begegnung mit einem auf dem Rücken liegenden Herkuleskäfer endet wegen dessen langen Krallen schmerzhaft.

Im zweiten Quartier wurde Joe von einer sehr giftigen Kammspinne (Phoneutria) gebissen und litt wochenlang unter den Folgen. Ornithologisch war dieses Gebiet ergiebig, doch sonstige Tiere gab es nur wenige im Wald was möglicherweise an dem extrem nassen Sommer lag.

Dritte Station waren die Berge bei Monteverde. Dort gelang ein ergiebiger Lichtfang und es flogen auch einige Tagfalter. An der vierten Station an der Pazifikküste machten sich die Insekten wieder sehr rar.

Letzter Aufenthaltsort war die von Schweizern geführte Finca Hamadryas welche sich als bestes Gebiet für Schmetterlinge auf dieser Reise herausstellte. Insgesamt zeigte sich die Reisegruppe recht unzufrieden mit der für die Gegen sehr mageren Insektenausbeute.

Eine angeregte Diskussion schloss diesen Vortragsabend ab.

Varia

Es wird auf den Flohmarkt an der nächsten Sitzung hingewiesen zu welchem Bücher und Ausrüstung mitgebracht werden sollen.

Anwesende

33 Mitglieder, 9 Gäste, Total 43 Personen

Schluss der Sitzung

21:05 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Höhlenexkursion – wo die Schmetterlinge überwintern

Höhlenexkursion mit Rudolf Bryner

Die Grotte aux Fées bei Vallorbe (VD) gehört zu den eindrücklichsten Höhlen im Schweizer Jura. Dank ihrer Grösse lässt sie sich relativ einfach zu Fuss erkunden. Selbst im Winter herrschen ausgeglichene Temperaturen zwischen 3–5° C. Dadurch bietet sie optimale Bedingungen für viele überwinternde Tier, wie Schmetterlinge, Spinnen und Fledermäuse. Auf einer ganztägigen Höhlenexkursion unter der kundigen Führung von Rudolf Bryner lernen wir sie näher kennen.

Anzahl Teilnehmende begrenzt!

Melden Sie sich bitte an: bei Kontakt unter «Anmeldung zu speziellen Anlässen» entsprechende Veranstaltung auswählen und weiter unten auf «ABSCHICKEN» klicken.

Anmeldeschluss ist der 31. Oktober 2018! Organisatorische Details werden den Teilnehmenden anschliessend per E-Mail mitgeteilt.

 


Bild: Im Inneren der Grotte aux Fées bei Vallorbe (Kanton Waadt). Die Höhle bietet auch Nachtfaltern einen sicheren Unterschlupf zum Überwintern. CC-BY-SA-4.0 Rudolf Bryner, Biel.

Schmetterlings-Expedition in den Iran

Ende Mai hat eine Gruppe aus drei Mitgliedern des EVB für knapp zwei Wochen eine Schmetterlings-Expedition in den Iran unternommen. Aber auch viele andere Insekten und Vögel konnten beobachtet werden.

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