Goldschrecke & Co

Die Insekten machen sich nun schon seit Wochen bemerkbar. Während für viele Wildbienen und Tagfalter Mitte Mai die Hauptflugzeit ist, sind erst die wenigsten Grashüpfer ausgewachsen. Zu diesen frühen Arten zählt die Grosse Goldschrecke (Bild).

Auf in die Sommerpause!

Der letzte Diskussionsabend vor dem Vereinsausflug bietet die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen Mitgliedern Exkursionen für den Sommer zu organisieren.

Die Mitglieder des EVB treffen sich zudem einmal mehr in einer gemütlichen Runde. Dabei können die neusten Funde präsentiert oder auch nur ein paar Fotos der letzten Exkursion gezeigt werden. Beamer und Laptop sind vorhanden.

Gäste sind willkommen!


Bild: Weibchen der Grossen Goldschrecke (Chrysochraon dispar). Die Art lebt diskret in dichten Hochstaudenfluren. CC-BY-SA-4.0 Daniel Roesti, Wasen i.E., Schweiz

Gut bekannt oder unbenannt? Alpenschmetterlinge im Zeitalter des DNA-Barcodings

Vortrag von Peter Huemer, Tiroler Landesmuseen, Innsbruck

Schmetterlinge sind mit mehr als 5000 Arten eine der vielfältigsten Tiergruppen im Alpenraum. Sie werden hier seit etwa 250 Jahren erfasst und katalogisiert und gelten daher weitum als hervorragend untersucht. Die zunehmende Anwendung molekularer Methoden in den letzten Jahren, eingebettet in ein globales Datennetzwerk, zeigt jedoch erstaunliche Lücken auf. Integrative Studien führen zu einer taxonomischen Neubewertung in vielen Gattungen der Alpenschmetterlinge. Unter dem Zauberwort der kryptischen Diversität werden heute mitten in Europa neue, namenlose Arten entdeckt und beschrieben.

Gäste sind willkommen!


Bild: Weibchen des Langhornfalters Nemophora degeerella / scopolii. Bei dieser Art wurde kürzlich festgestellt, dass sich in Tat und Wahrheit zwei Arten unter demselben Namen verbergen. CC-BY-SA-4.0 Peter Buchner, Schwarzau am Steinfeld, Österreich

Gebirgsschrecke & Co

Im Gebirge liegt um diese Jahreszeit gewiss noch viel Schnee. Wer die Gewöhnliche Gebirgsschrecke beobachten will muss, der sich noch gedulden. Dagegen sind die Schmetterlinge im Mittelland aber schon lange unterwegs.

Was fliegt im Mittelland?

An diesem Diskussionsabend ist in gemütlicher Runde jedes EVB-Mitglied dazu eingeladen, seine neusten Funde zu präsentieren oder auch nur ein paar Fotos zu zeigen. Beamer und Laptop sind vorhanden. Wer kann also über Entdeckungen im Frühling berichten?

Gäste sind willkommen!


Bild: Männchen der Gewöhnlichen Gebirgsschrecke (Podisma pedestris). Die Art kommt bei uns in den Alpen bis auf fast 3000 m ü.M. vor. CC-BY-SA-4.0 Daniel Roesti, Wasen i.E., Schweiz

Zartschrecke & Co: auf an die HV!

An der Hauptversammlung bleiben unsere Lieblinge (wie die Gestreifte Zartschrecke auf dem Bild) ausnahmsweise etwas im Hintergrund.

Wir besprechen u.a. die folgenden Traktanden:

  • Jahresbericht des Sekretärs
  • Jahresbericht des Kassiers
  • Jahresbericht des Bibliothekars
  • Jahresbericht des Webmasters
  • Wahlen (gesamter Vorstand)
  • Festlegen des Exkursionsziels für den Vereinsausflug im Sommer 2019
  • Varia

Im Anschluss findet unser traditioneller Apéro statt.


Bild: Weibchen der Gestreiften Zartschrecke (Leptophyes albovittata). Die Art wurde erst 1999 in der Schweiz im Unterengadin entdeckt. CC-BY-SA-4.0 Daniel Roesti, Wasen i.E., Schweiz

Waldameisen – Was Sie schon immer darüber wissen wollten!

Vortrag von Anne Freitag, Musée de Zoologie, Lausanne

Waldameisen leben in faszinierenden, komplexen Gesellschaften. Wer im Wald spazieren geht, begegnet oft den riesigen Hügeln. Der perfekt organisierte Ameisenstaat ist ganz einfach bewundernswert. Aber wie leben die Ameisen wirklich? Wie gelingt es den Forschern, im Gewühl eines Haufens die Geheimnisse dieser verborgenen Welt ans Licht zu bringen? Anne Freitag, die führende Expertin in der Schweiz, weiss, wie es geht, und berichtet über allerneuste Erkenntnisse!

Gäste sind willkommen!

Die Referentin wird ihren Vortrag auf Französisch halten, der Text der Präsentation wird jedoch auf Deutsch geschrieben sein.


Bild: Waldameisenhügel (Formica rufa Artkomplex) in einem Wald im Kanton Aargau. Diese Haufen kennt jedes Kind, trotzdem gibt es immer noch viel Neues zu entdecken. CC-BY-SA-4.0 Anne Freitag, Musée de Zoologie, Lausanne, Schweiz

Höckerschrecke & Co

So früh im Jahr befinden sich Insekten wie die Grosse Höckerschrecke (Bild) oft noch im Eistadium und harren im Boden oder an einem anderen geschützten Ort aus. Dennoch fliegen bei den ersten warmen Sonnenstrahlen bereits einige Schmetterlinge und Mücken; selbst die Rote Wald­­ameise erwacht dann aus der Überwinterung.

Wer entdeckt die ersten Insekten?

An diesem Diskussionsabend mit Flohmarkt ist in gemütlicher Runde jedes EVB-Mitglied dazu eingeladen, seine neusten Funde zu präsentieren oder auch nur ein paar Fotos zu zeigen. Beamer und Laptop sind vorhanden. Wer kann also über erste Entdeckungen in der noch jungen Feldsaison berichten?

Wer Material wie Kästen, Spannbretter, Bücher, präparierte Insekten oder Insekten in Tüten abzugeben hat, bringt diese an die Sitzung mit. Vielleicht findet sich jemand, der diese weiterverwenden kann.

Gäste sind willkommen!


Bild: Weibchen der Grossen Höckerschrecke (Arcyptera fusca). Die Art gehört zu den grössten und schönsten Grashüpfern und ist bei uns in den Alpen weit verbreitet. CC-BY-SA-4.0 Daniel Roesti, Wasen i.E., Schweiz

Naturbeobachtungen zwischen Atlantik und Pazifik – Eine Reise nach Costa Rica

Vortrag von Bernhard Jost, Münsingen

Unsere Naturexpedition in Costa Rica beginnt in den Flachlandregenwäldern der Atlantikseite. Danach steigen wir hinauf in die Bergregionen von Monteverde mit seinen Nebelwäldern. Von dort führt unsere Reise in die Trockenwälder der Provinz Cuanacaste auf der Pazifikseite.

Die letzten Tage durften wir auf der Finca Hamadryas von Gabi und Paul Gloor im zentralen Hochland verbringen.

Gäste sind willkommen!


Bild: Fischertukan (Ramphastos sulfuratus), eine von sieben Tukan-Arten auf Costa Rica. CC-BY-SA-4.0 Bernhard Jost, Münsingen, Schweiz

Gebirgsgrashüpfer & Co

An diesem Diskussionsabend kann jedes EVB-Mitglied sorgsam gehütete Besonderheiten aus seiner Sammlung  präsentieren. Im Winter bleibt nicht selten auch Zeit für die eine oder andere Literaturrecherche. Aber vielleicht wecken kurz vor Weihnachten einfach ein paar Bilder die Erinnerung an wärmere Tage – als die Alpweiden blühten und darin der Gebirgsgrashüpfer laut und ausdauernd zirpte.

Für kurze Präsentationen stehen ein Laptop und ein Beamer zur Verfügung.

Gäste sind willkommen!


Bild: Männchen des Gebirgsgrashüpfers (Stauroderus scalaris), aufgenommen während des Zirpens. Es bewegt dabei die Hinterbeine sehr schnell auf und ab. CC-BY-SA-4.0 Daniel Roesti, Wasen i.E., Schweiz

Zusammenarbeit ANF-EVB: Unterstützung von Insekten-Artenförderprojekten im Kanton Bern

Seit  Jahren besteht eine Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Naturförderung (ANF) des LANAT und Experten des Entomologischen Vereins Bern. Spezialisten des EVB führen Bestimmungen durch, erstellen Gutachten oder schlagen Schutz- und Fördermassnahmen vor. Die Zusammenarbeit zur konkreten Insektenartenförderung wird ab 2019 intensiviert. Jedes Jahr wird ein bestimmter Betrag für die Unterstützung von Projekten zur Artenförderung von Insekten im Kanton Bern zur Verfügung stehen. Mitglieder des EVB können ab sofort Projekte einreichen. Mit der Zusammenarbeit sollen nachhaltig und langfristig orientierte Projekte zur Förderung von Insekten im Kanton ermöglicht oder mit zusätzlichen Mitteln unterstützt werden.

Informationen und Antragsformular:
Anleitung und Vergabekriterien
Formular Projektantrag Unterstützung Insekten-Artenförderprojekte
Projektbeispiel Lamia textor, Weberbock
Projektbeispiel Phengaris nausithous, Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Beitragsbild: Naturschutzgebiet La Sauge am Neuenburgersee. M. Gilgen, CC BY-SA 4.0

Über den Einsatz von Schlupfwespen in der biologischen Schädlingsbekämpfung

Vortrag von Tim Haye, CABI-Centre, Delémont

Durch die zunehmende Globalisierung des Handels kam es in den letzten 20 Jahren in Europa vermehrt zu der Einfuhr von invasiven Schadinsekten aus anderen Teilen der Welt, was zum Teil zu massiven Verlusten in der Landwirtschaft geführt hat. Meist beschränken sich die Bekämpfungsmassnahmen auf den Einsatz von Insektiziden, die aber keine langfristige Lösung darstellen. Eine umweltfreundliche Alternative ist die Verwendung von Schlupfwespen in der biologischen Schädlingsbekämpfung. Dabei werden schädliche Insektenpopulationen durch ihre natürlichen Feinde so weit vermindert, dass die wirtschaftlichen Schäden unbedeutend bleiben. Besonders häufig werden dazu sogenannte Parasitoide eingesetzt, die ihren Wirt während oder am Ende ihrer Entwicklung töten.

Der Referent gibt einen Einblick in laufenden Forschungsprojekte am CABI-Centre in Delémont.

Gäste sind willkommen!


Bild: Die Erzwespe (Anastatus bifasciatus) bei der Eiablage an Eiern des Kiefernspinners (Dendrolimus pini). CC-BY-SA-4.0 Tim Haye, CABI, Delémont, Schweiz