Abendexkursion zu Daniel Mosimann in Biglen

Update 12. Juni 2022: Die Exkursion findet definitiv statt!

EVB-Mitglied, Naturkenner und Landschäftsgärtner Daniel Mosimann wird uns heute Abend einen Einblick in seine Biodiversitätsoase in Biglen ermöglichen. Mit seiner Familie wohnt er inmitten 6 Hektaren extensiv genutzten Wiesen, abgestuftem Waldrand und 600 m Wildhecken mit Krautsaum. 70 Pro Specie Rara Obstbäume  sowie zwei Kleinweiher von 50 und 370m2 ergänzen das Naturparadies. Viele, teilweise auch seltene Schmetterlinge, Libellen, Heuschrecken und weitere Insekten können wir antreffen.

Die Veranstaltung findet nur bei gutem Wetter statt. Eine allfällige Absage wird spätestens am Morgen früh des Veranstaltungstages aufgeschaltet. Wer sich mit E-Mail an info@insekten-evb.ch unter Angabe der Natel-Nummer anmeldet, bekommt eine Info-SMS.

Wer eine Mitfahrgelegenheit sucht oder anzubieten hat, meldet sich ebenfalls unter der E-Mail-Adresse des EVB.


Beitragsbild: Die verschiedenen Aspekte einer Naturoase. CC BY-NC-SA 4.0, Daniel Mosimann, Biglen, Schweiz.

Protokoll der Sitzung vom 19. April 2022

 Entomologisches

Protokoll der Sitzung vom 19. 04. 2022: Frau Gurtner berichtet von ihrem dreiwöchigen Praktikum, welches sie gemeinsam mit Herrn Stettler am Naturhistorischen Museum unter der Betreuung von Herrn Wymann absolviert. Dabei standen Bestimmungsübungen an Schmetterlingen, Zeichenunterricht, Feldarbeit und Präparation auf dem Programm. Ferner zwei Exkursionen ins Wallis wobei ihnen ein interessanter Fund von Lycaena tityrus gelang.

Herr Bryner referiert über Funde von Lycaena phlaeas im März. Auf Hinweis von Peter Huemer hat er sich auf die Suche nach einer Gelechiide gemacht. Er erhielt zwei Falter aus eingetragenem Pflanzenmaterial sowie eine Menge Fruchtfliegen sowie Parasitoide.

Herr Jost war ebenfalls schon mehrmals im Wallis unterwegs und berichtet von interessanten Falterbeobachtungen.

Herr Mosimann erzählt von seinen durchzogenen Erfahrungen, die Gemeinden zu weniger intensiven Pflegemassnahmen an Strassenrändern zu erziehen. Auch die problematischen Aktivitäten der Förster bei der Baumauswahl und Waldbewirtschaftung im Raum Bern werden angesprochen. Höhere Holzpreise und neue Grossmaschinen führen zu sehr negativen Auswirkungen auf Böden und Biodiversität im Wald.

Herr Alagheband hat einen interessanten Fernsehbeitrag über die Gefährdung der Wildbienenvielfalt durch den aktuellen Boom der Imkerei erstellt. Dieser wird auf der Homepage verlinkt.

Geschäftliches

Varia

Anwesende

11 Mitglieder, 1 Gast, Total 12 Personen

Schluss der Sitzung

21:20 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Protokoll der Sitzung vom 5. April 2022

 Entomologisches

Vortrag von Daniel Roesti, Wasen i.E.: «Eine naturkundliche Reise durchs südliche Kroatien»

Der Referent ist beim EVB seit vielen Jahren für seine unterhaltsam präsentierten und mit hervorragenden Bildmaterial unterlegten Vorträge bekannt. Dementsprechend enttäuschte er uns auch diesmal nicht. Im Mittelpunk der Reise Ende Juli 2021, welche zusammen mit seiner Familie durchgeführt wurde, stand die Suche nach speziellen kroatischen Grashüpfern. Die Reise führte entlang der dalmatinischen Küste bis nach Dubrovnik. Es werden touristische Impressionen aus Split gezeigt. Anschliessend ging es mit der Fähre auf die Insel Hvar, wo ein Camp in der freien Natur aufgeschlagen wurde. Die abendliche und nächtliche Exkursion in der Macchie erbrachte unter anderem eine Katzennatter, eine Balkan-Sattelschrecke bei der Eiablage sowie weitere Heuschrecken, daunter Kreuz-, Süd- und Wanderheuschrecke.

Das Ziel, die in Kroatien endemischen Langfühlerschrecken B. kaltenbachi und R. buchichii zu finden konnte wegen der heissen Temperaturen nicht erreicht werden. Dafür gab es zahlreiche andere Heuschrecken sowie eine Tarantel und einen Spinnenläufer. Die lautstarken Zikaden, von welchen zwei Arten vorkamen, verhinderten jedoch das morgendliche Ausschlafen.

Nächste Station war Dubrovnik mit seiner beeindruckenden historischen Altstadt. Auf der nahgelegenen, waldreichen Insel Mljet flogen zahlreicher Schmetterlinge und interessante Libellen.

Zurück auf dem Festland genossen die Exkursionsteilnehmer von einem Aussichtspunkt an der Küste den Blick über die Karstlandschaft. Am Campingplatz flogen Holzbienen und der südliche C-Falter. Eine sehr interessante Eiablagebeobachtung einer den Schwalbenschwanz parasitierenden Raupenfliege konnte im Bild festgehalten werden. Nächstes Ziel war ein bekannter Drehort der Winnteou-Filme. Auf dem Rückweg Richtung Norden fanden sich noch der Kroatische Heidegrashüpfer, der Felsgrashüpfer sowie eine Sackträgerraupe und Mistkäfer.

Geschäftliches

Varia

Anwesende

20 Mitglieder, 16 Gäste, Total 36 Personen

Schluss der Sitzung

21:30 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

[ONLINE] Kalahari und Okawango Delta

Vortrag von Michael Balkenohl, Bonstetten

Im südlichen Afrika erstrecken sich im Norden von Botswana zwei gigantische Naturräume, die Kalahari Wüste und das Binnenflussdelta des Okawango. In beiden Naturräumen befinden sich riesige Wildreservate, die jahrzehntelang für die Öffentlichkeit nicht zugänglich waren, und auch heute für den grossen Tourismus gesperrt sind. Sie gehören heute zu den weltweit grössten Schutzgebieten (UNESCO-Weltnaturerbe).

Michael Balkenohl zeigt eindrückliche Beispiele dieser besonderen Landschaften und Biotope und stellt einige ihrer Bewohner vor.

Die online Veranstaltung wird anstelle des live Vortrags von Michael Balkenohl über die Scaritinae (siehe hier neuer Termin) mit Zoom durchgeführt. Der Link wird vorher an die Vereinsmitglieder geschickt. Gäste sind willkommen, wir bitten jedoch um Anmeldung per E-Mail (über Kontakt).


Beitragsbild: Oryxantilope in der Kalahari Wüste. CC BY-SA 4.0 Michael Balkenohl, Bonstetten, Schweiz.

«Glanz & Glitzer»: Juwelen der Schweizer Insektenwelt

Vortrag von Katrin Luder, Olten, und Bähram Alagheband, Solothurn

Katrin, Biologin, und Bähram, Naturfotograf, sind als Duo «Käfer & kundig» in der Schweiz unterwegs, ausgerüstet mit Kamera und Bestimmungslektüre auf der Suche nach aussergewöhnlichen Tierarten (wie dem Fallkäfer auf dem Bild). In den zwei letzten Jahren haben sie besonders Ausschau gehalten nach Glanz und Glitter der Schweizer Insektenwelt.

Von den Walliser Goldwespen bis zum violetten Fallkäfer im Zürcher Unterland ist das Spektrum an auffälligen Insekten schier grenzenlos – auch in der Schweiz. «Käfer & kundig» haben die Ausbeute 2020/2021 ausgewertet und die schillerndsten Exemplare zusammengestellt.


Beitragsbild: Ein Fallkäfer (Cryptocephalus sp.) auf Blüten einer Schafgarbe. CC BY-SA 4.0 Bähram Alagheband, Solothurn, Schweiz.

[ONLINE] Borneo, ein Eldorado für den Biodiversitätsforscher

Vortrag von Stefan Hertwig, Bolligen

Wo lässt sich die Faszination der Vielfalt des Lebens besser erleben als in einem tropischen Regenwald? Auf Borneo und anderen Hotspots der Biodiversität harrt ein grosser Teil der Arten noch ihrer wissenschaftlichen Erfassung. Die moderne Biodiversitätsforschung ist allerdings in Zeiten des immer schneller werdenden Verlustes von Lebensräumen ein harter Kampf gegen die Zeit.

Als Wissenschaftler auf Borneo

Wissenschaftliche Feldarbeit ist daher nach wie vor unverzichtbar für die Erhebung wichtiger Daten. Informationen über Genom, Morphologie, Verwandtschaft, Verbreitung und Lebensweise der Arten sind wichtig für ihre langfristige Erhaltung. Forschungsmuseen sind die Archive dieses Wissens. Der Vortrag illustriert den Beitrag internationaler Kooperationen, wissenschaftlicher Forschungsreisen und anschliessender Laborarbeit zu einem tiefen Verständnis der Artenvielfalt und der Entschlüsselung ihrer Evolution.

Die Veranstaltung wird mit Zoom durchgeführt. Der Link wird über den EVB Newsletter und den Sekretär an die Vereinsmitglieder geschickt. Gäste sind willkommen, wir bitten jedoch um Anmeldung per E-Mail (über Kontakt).


Beitragsbild: Tropischer Regenwald auf Borneo. CC BY-SA 4.0 Stefan Hertwig, Bolligen, Schweiz.

Ein neuer Mäher soll die Insekten retten!

Dass das Mähen von Wiesen für viele Insekten den sicheren Tod bedeutet, ist bekannt. Vor allem das Mähen und „Mulchen“ von Strassenböschungen ist oft ein Eingriff in die letzten Refugien spezialiserter Arten. Das Baudepartement des Kantons Aargau geht nun neue Wege:  Es hat sich einen „Ökomäher“ beschafft, der Insekten, Igeln und Fröschen nicht den Garaus machen soll. Ein neuer Mäher soll die Insekten retten! weiterlesen

Kiental: unsere Sommerexkursion findet statt!

Der Vereinsausflug führt uns dieses Jahr ins wunderschöne Kiental im Berner Oberland. Dort findet man etwa im Seitental des Spiggebachs artenreiche Trockenwiesen und -weiden mit vielen Blumen, Schmetterlingen, Fliegen, Wanzen, Wespen und Wildbienen. Ferner gibt es eine Alpakazucht.

Das Kiental ist also ein sehr lohnendes Ausflugsziel, das von Bern mit dem Auto in nur einer Stunde erreichbar ist.

Gäste willkommen!

Organisatorisches

Anfang Juni können wir nun bekannt geben, dass der traditionelle EVB-Sommerausflug duchgeführt werden kann. In diesem Jahr nur eintägig, am Sonntag, 28. Juni 2020. Die Details finden sich in der Einladung und werden den Mitgliedern auch noch per mail zugestellt. Die Anmeldung bis am 23. Juni an den Sekretär Martin Albrecht ist notwendig. Wir freuen uns, euch wieder einmal zu sehen!


Beitragsbild: Trockenwiese nahe bei Spiggeweid im Kiental auf etwa 1200 m ü.M. CC-BY-SA-4.0 Martin Albrecht, Schüpfen, Schweiz.

Furchenbiene & Co: auf an die HV!

An der Hauptversammlung bleiben unsere Lieblinge (wie die Furchenbiene auf dem Bild) ausnahmsweise etwas im Hintergrund.

Wir besprechen u.a. die folgenden Traktanden:

  • Jahresbericht des Sekretärs
  • Jahresbericht des Kassiers
  • Jahresbericht des Bibliothekars
  • Jahresbericht des Webmasters
  • Festlegen des Exkursionsziels für den Vereinsausflug im Sommer 2020
  • Varia

Im Anschluss findet unser traditioneller Apéro statt.


Bild: Goldglänzende Furchenbiene (Halictus subauratus) auf der Blüte einer Margerite im Garten. CC BY-SA 4.0 Rolf Pflugshaupt, Gümligen, Schweiz.

Balkenschröter & Co

Der Balkenschröter ist ein recht häufiger Vertreter der artenarmen Schröter (Lucanidae). Dennoch bekommt man den Käfer nicht allzu oft zu Gesicht, da er recht diskret lebt. Die Larven entwickeln sich in morschem Holz. Mit etwa 3 cm Körperlänge ist er gerade mal halb so lang wie ein Hirschkäfer (Lucanus cervus).

An diesem Diskussionsabend ist in gemütlicher Runde jedes EVB-Mitglied dazu eingeladen, die neusten Entdeckungen oder ein paar Fotos zu zeigen. Für die Präsentation stehen Laptop und Beamer zur Verfügung.

Gäste willkommen!


Beitragsbild: Balkenschröter (Dorcus parallelipipedus) an Ahornstamm im Garten. Die Art ist sozusagen die Mini-Ausgabe des Hirschkäfers. CC BY-SA 4.0 Rolf Pflugshaupt, Gümligen, Schweiz.