Haselblattroller & Co

An diesem Diskussionsabend ist jedes EVB-Mitglied dazu eingeladen, seine neusten Funde zu präsentieren (wie der Haselblattroller auf dem Bild) oder auch nur ein paar Fotos zu zeigen. Wer kann über Entdeckungen berichten? Für die Präsentation stehen Laptop und Beamer zur Verfügung.

Gäste sind willkommen!


Beitragsbild: Ende Mai 24 beobachteten wir am Haselstrauch einen Haselblattroller (Apoderus coryli) bei seiner Arbeit. Der ca 6-8mm lange rote Käfer mit den kräftigen Schenkeln stellt als Brutfürsorge Blattwickel her, in die er seine Eier ablegt. Das Blatt wird vor dem Wickeln u.a. durch reinbeissen sorgfältig geprüft. Das Wickeln eines Blattes dauert 3-5 Stunden. CC BY-SA 4.0 Elisabeth Salm, Belp, Schweiz.

Vereinsausflug 2026 ins Kiental

Der Vereinsausflug ins Kiental fand am Wochenende vom 20. und 21. Juni 2026 statt. Auf Schritt und Tritt konnten wir tagsüber zahlreiche interessante Insekten beobachten wie das Insekt des Jahres, der Warzenbeisser. Aber auch abends umschwirrten zahlreiche «Nachtschwärmer» die aufgestellten Leuchttürme.

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Unberührte Lebensräume: Sommerexkursion ins Kiental

Unsere diesjährige EVB-Exkursion führt uns in die unberührten Lebensräume im Kiental im Berner Oberland. Das Kiental ist seit 1891 ein Jagdbanngebiet. Die geologisch und botanisch vielfältigen Lebensräume werden uns entomologisch einiges zu bieten haben. Vorgesehen sind der Besuch zweier «Kienthalgründe», in welchen bereits vor dreihundert Jahren der Arzt und Universalgelehrte Albrecht von Haller botanisierte und vor zweihundert Jahren Samuel Studer, der Mitbegründer der schweizerischen und bernischen Naturforschenden Gesellschaft, entomologisch aktiv war. Vorgesehen sind samstags der Besuch des Spiggengrunds, ein östlich gelegenes Seitental, und sonntags des hinteren Kientals des Gamchibachs mit der Alp Gorneren. Danach werden wir an Wasserfällen vorbei durch die Griesschlucht zum mehr oder weniger verlandeten Tschingelsee im Gornerengrund absteigen. So werden wir verschiedene subalpine und montane Ökosysteme entomologisch begutachten können.
Wir übernachten im Naturfreundehaus Gorneren, wo wir spätabends auch mit Lichtfallen arbeiten werden.

Organisatorisches

Die Anmeldefrist ist abgelaufen und die Buchungen sind vorgenommen. Der Treffpunkt wird den Angemeldeten Mitte Juni schriftlich mitgeteilt werden. Wer sonntags noch zu uns stossen möchte, soll sich mit der Exkursionsleitung, Gaston Adamek (g.adamek@bluewin.ch) und Daniel Roesti (daniel.roesti@bluewin.ch), in Verbindung setzen.


Beitragsbild: Das Seitental Spiggengrund im Kiental. CC BY SA-4.0 Gaston Adamek, Bern, Schweiz

Siebenpunkt-Marienkäfer & Co

An diesem Diskussionsabend ist jedes EVB-Mitglied dazu eingeladen, seine neusten Funde zu präsentieren (auf dem Bild der Siebenpunkt-Marienkäfer) oder auch nur ein paar Fotos zu zeigen. Wer kann über Entdeckungen berichten? Für die Präsentation stehen Laptop und Beamer zur Verfügung.

Gäste sind willkommen!


Beitragsbild: Ein Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) beobachtet auf Borretsch im Kräutergarten beim Schloss Münchenwiler. CC BY-SA 4.0 Roger Kohler, Schliern bei Köniz, Schweiz.

Waldbrandgebiet Oberried: Sommerexkursion ins Goms

Die Region um Bitsch ist ein lohnendes Ziel, sei es für Pflanzen, Tiere oder Pilze. Im Juli 2023 gab es bei Oberried einen grossen Waldbrand. ACHTUNG: Die Waldbrandgebiete dürfen nicht betreten werden, denn es besteht die Gefahr herabfallender Äste oder gar umstürzender Bäume. Vom Punkt «Unneri Schipfe» kann jedoch ein guter Überblick über eine der grössten Brandflächen gewonnen werden.

Am späteren Samstag Abend könnte Lichtfang betrieben werden, z.B. an der «Unneri Schipfe». Das Ziel für den Sonntag besprechen wir am Samstag beim gemeinsamen Abendessen. Ein schönes Trockenhabitat befindet sich NNE Hegdorn.

Organisatorisches

Datum: Samstag/Sonntag, 5./6.. Juli 2025

Unterkunft: Hotel Good Night Inn, Englisch-Gruss-Strasse 6, 3900 Glis. Zimmerreservation bitte selber vornehmen: Tel: 027 921 21 00 oder E-Mail: gni@brig-wallis.ch

Treffpunkt: Bahnhof Bitsch, Samstag 10:00 Uhr

Ein späteres Eintreffen ist auch am Samstag Abend oder Sonntag Morgen möglich: Treffpunkt Hotel Good Night Inn, Samstag 18:00 Uhr oder Sonntag, 10:00 Uhr.

Anmeldung: Bitte bis 20. Juni an den EVB Vizepräsidenten Hannes Baur: hannes.baur@nmbe.ch. Dabei unbedingt angeben, wer wann und wie kommt, also ÖV oder Auto. Autofahrer bitte angeben, wie viele Mitfahrgelegenheiten es gibt.

Anreise: Mit öffentlichen Verkehr (mit IC 8 ab Bern 8:07, Bitsch an 9:28, mit Umsteigen in Brig oder mit S1 ab Bern 8:16, Bitsch an 9:51, mit Umsteigen in Thun und Brig) oder mit dem Auto bis zum Bahnhof Bitsch. Anschliessend Verschiebung mit Privatautos ins Exkursionsgebiet.

Einladung an die Mitglieder per E-Mail folgt. Gäste sind willkommen!


Beitragsbild: Schwarzer Apollo (Parnassius mnemosyne), aufgenommen am 13. Juli 2013. CC BY-SA 4.0 Martin Albrecht, Schüpfen, Schweiz.

Insektenpräparation

Dieser Diskussionsabend steht ganz im Zeichen der Insektenpräparation, die an verschiedenen Gruppen vorgeführt wird. Wie wird es gemacht, was sollte unbedingt beachtet werden?

Gäste sind willkommen!


Beitragsbild: Ein Kasten mit Insekten aus dem Naturhistorischen Museum Bern. Die fachgerechte Insektenpräparation ist die Grundlage für eine langfristige Erhaltung der wertvollen Objekte. CC BY-SA 4.0 Naturhistorisches Museum Bern, Schweiz.

Protokoll der Sitzung des EVB vom 21.11.2023

Entomologisches

Protokoll der Sitzung des EVB vom 21.11.2023 mit Vortrag unseres Ehrenmitglieds Rolf Pflugshaupt: «Fundstücke aus Dateien und Diasammlungen»

Wie angekündigt zeigt der Referent zahlreiche Fotos und einige Videos aus seinen langjährigen Beobachtungen der Insektenwelt, insbesondere solche Tiere von besonderer Schönheit, noch nie gezeigtes Material und Aufnahmen, die mit kleinen Geschichten verbunden sind. Zum Einstieg stellt er den Aurorafalter vor, der nur mit Glück mit der Kamera zu erwischen ist sowie den Blauschwarzen Eisvogel, welchen er in Südfrankreich ablichten konnte. Auch der Nagelfleck ist schwierig zu fotografieren, Herrn Pflugshaupt gelang es durch den Fund einer Copula. Als Beispiele besonders schöner Falter zeigt er den Buchenkahnspinner und den Harlekin-Bär.

Im bunten Reigen der Sechsbeiner folgen Hornissen, Hornissenschwärmer und weitere Glasflügler. Auch Käfer finden sich im Fundus: Alpen- und Zimmermannsbock, Pracht-, Schild- und Bienenkäfer. Diesen schliessen sich Ameisen, Wildbienen und ihre Parasiten an. Auch verschiedene Fliegen werden präsentiert und das Brutfürsorgeverhalten von Wespen und Wegwespen, wobei sich der Referent als genauer Beobachter erweist. Sehr eindrücklich das Video von einer Wespe, die sich so lange an einem zähen Stück Hamme zu schaffen macht bis sie genug für den Nachwuchs im Nest zusammen hat.

Auch die seltene Sägeschrecke hat Herr Pflugshaupt mit der Kamera festgehalten, dazu Goldschrecken in verschiedenen Farben, die bizarre Nasenschrecke und einen Skolopender. In Südfrankreich fand er die rare Steinschrecke. In dieser Gegend stieg er wiederholt in einem Hotel ab, in dessen Umgebung Geckos, verschiedene Arten von Gottesanbeterinnen sowie diverse Netzflügler vorkamen. Neben interessante Wanzen gab es zudem den Südlichen Grasbär, die Gelbhalstermite und den nicht oft beobachteten Tarsenspinner. Platanen waren ein Mekka für viele sechsbeinige Bewohner. Gegen Ende des Vortrags zeigt der Referent dann noch einige Spinnentiere: Spring- und Krabbenspinne, Dornfinger, Tapezier- und Röhrenspinne, Dornfinger, Wespenspinne, Tarantel und die sog. «Nosferatuspinne».

Geschäftliches

Zwei Neumitglieder stellen sich vor. Nina König hat Biologie studiert und interessiert sich vor allem für Hymenopteren. Johanna Pulver hat insbesondere Interesse an Spinnen.

Varia

Anwesende

19 Mitglieder, 11 Gäste, Total 30 Personen

Schluss der Sitzung

21:35 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

 

Chlus Schwarzenmatt: Sommerexkursion in den Berner Alpen

Das Simmental und insbesondere die Chlus Schwarzenmatt oberhalb von Reidenbach zählen mit zu den an Insekten artenreichsten Gebieten der Nordalpen. Auch botanisch, ornithologisch und herpetologisch hat die Region Bemerkenswertes zu bieten, so übersommern in der Felsarena gelegentlich Gänsegeier, selten auch einmal ein Mönchsgeier oder Schlangenadler – letztere finden in den Kalkhalden der Stockhornkette einen reich gedeckten Tisch.

Entomologisch ist bereits ein Hauch des Südens zu verspüren, einige Arten stossen hier an ihre Nordgrenze bzw. sind durch südliche Unterarten vertreten.
Fotograf:innen, Naturinteressierte und Entomolog:innen kommen – gutes Wetter vorausgesetzt – auf ihre Rechnung! Vorgewarnt seien sie jedoch alle: die Voralpen sind berüchtigt für ihre Quellwolken.

Organisatorisches

Datum: Samstag, 24. Juni 2023

Treffpunkt: Bahnhof Boltigen, Samstag 10:00 Uhr

Optional: Verlängerung bis Sonntag, 25. Juni (nach Absprache). Als Unterkunft wäre etwa das Hotel «Simmental» in Boltigen (https://www.hotel-simmental.ch) geeignet. Unterkunft bei Bedarf bitte selbster reservieren.

Anmeldung: Bitte bis 17. Juni an den Sekretär Martin Albrecht für Koordination von Mitfahrgelegenheiten.

Anreise: Mit öffentlichen Verkehr (mit RE ab Bern 8:39, Boltigen an 9:48 direkt oder mit IC ab Bern 9:04, Boltigen an 10:10 mit Umsteigen in Spiez) oder mit dem Auto bis zum Bahnhof Boltigen. Anschliessend Verschiebung mit Privatautos ins Exkursionsgebiet.

Einladung an die Mitglieder per E-Mail folgt. Gäste sind willkommen!


Beitragsbild: Lebensraum bei Chlus Schwarzenmatt in der Gemeinde Boltigen, aufgenommen am 24. Juni 2012. CC-BY-SA-4.0 Bernhard Jost, Münsingen, Schweiz.

Protokoll der Sitzung vom 6. 12. 2022

Entomologisches

Vortrag unseres Mitglieds Michael Balkenohl: «Scaritinae – Monster aus dem Untergrund?».

Der Referent präsentiert die weltweit verbreitete Laufkäfer-Unterfamilie und seine ausführlichen langjährigen Untersuchungen derselben. Er schildert anschaulich die Schwierigkeiten der Literaturbeschaffung und der Übersetzungen aus exotischen Sprachen im Vor-Internetzeitalter. Auch die Herausforderungen der Freilandarbeit in afrikanischen und asiatischen Ländern werden mit denkwürdigen Anekdoten von Sammelreisen vorgestellt.

Diese Käfer sind eine sehr heterogene Gruppe mit zusätzlich grossen individuellen Unterschieden. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie ausschliesslich oder teilweise räuberisch leben. Sie besiedeln bevorzugt «unstete» Lebensräume wie See- und Flussufer, aber auch Tidenbereiche. Ihre Lebensdauer beträgt bis zu fünf Jahre als Imagines, denen man dieses Alter durch Abnutzungserscheinungen auch ansehen kann. Einige Arten und Gruppen werden näher vorgestellt, darunter die Clivinini, bei welchen man die Evolution in Aktion beobachten kann: Die zunehmende Rückbildung von Augen bei Arten, welche in unterschiedlicher Tiefe im Boden leben.

Dem Vortrag folgt eine angeregte Diskussion. Der Referent hat zusätzlich mehrere Kästen mit Präparaten von ganz winzigen bis über 6 cm grossen Käfern mitgebracht.

Geschäftliches

Léon Beyeler ist dem EVB beigetreten.

Varia

Anwesende

19 Mitglieder, 2 Gäste, Total 21 Personen

Schluss der Sitzung

21:45 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Scaritinae – Monster aus dem Untergrund?

Vortrag von Michael Balkenohl, Bonstetten

Die Scaritinae sind eine Unterfamilie bodenbewohnender Laufkäfer mit weltweiter Verbreitung. Nur wenige Arten werden von Licht angelockt, und sie sind auch in Bodenfallen kaum zu finden. Dies mag ein Grund sein, warum die Gruppe in vielen Sammlungen nur mit den allerhäufigsten Arten vertreten ist.

Neben einem kurzen Überblick werden im Vortrag Beispiele aus der Gruppe, deren Verbreitung, Biotope und Verhalten kaleidoskopartig vorgestellt.

Die live Veranstaltung war ursprünglich für den 1. Februar 2022 vorgesehen. Sie musste wegen der Pandemie auf den 6. Dezember 2022 verschoben werden.

Gäste sind willkommen!


Beitragsbild: Ochryopus gigas sieht nicht nur furchterregend aus, er ist mit knapp 6 cm Länge auch einer der grössten Vertreter der Scaritinae. CC BY-SA 4.0 Michael Balkenohl, Bonstetten, Schweiz.