Lust auf Regenwald?

Vortrag von Dominik Hofer, Langnau i.E.

Der Regenwald ist das grösste, komplexeste, gleichzeitig aber auch eines der zerbrechlichsten Ökosysteme unserer Erde. Regenwälder sind Farben und Formen, Strategien zum Überleben, Tarnung und Täuschung, klein, gross, noch grösser, Kampf um Ressourcen, Fressen und Nichtgefressen werden und Symbiose.

Kommen Sie mit auf eine Reise durch die Regenwälder von Peru, Ecuador und Costa Rica! Schmetterlinge, Nachtfalter, Heuschrecken, Wanzen, Wespen, Käfer, Spinnen, Schlangen, Säugetiere und Vögel in allen Farben und Formen. Es hat für alle etwas dabei!

Gäste willkommen!


Beitragsbild: Der Vanillefalter (Agraulis vanillae) auf einer Blüte in Peru. CC-BY-SA 4.0 Dominik Hofer, Langnau i.E., Schweiz.

Sommerexkursion ins Berner Oberland

Der Vereinsausflug führt uns dieses Jahr ins Berner Oberland in die Umgebung von Jungfrau-Aletsch: Burglauenen/Hintisberg ist das «Tor» zum UNESCO-Weltnaturerbe in den Berner Alpen. An den Südhängen oberhalb von Lütschental und Burglauenen befinden sich die ausgedehntesten Magerrasen-Komplexe der Region.

Dort leben eine grosse Zahl wärmeliebender Insekten: Es lassen sich nicht nur Schmetterlingshafte und Bergzikaden beobachten, sondern ebenso die Hälfte aller in der Schweiz lebender Tagfalterarten. Bisher konnten über 100 Arten gefunden werden, darunter eine nur bei Grindelwald vorkommende Unterart des seltenen Sudetenmohrenfalters, (Erebia sudetica inalpina). Es finden sich aber ebenso der Apollofalter (Parnassius apollo), der Schwarze Apollo (Parnassius mnemosyne), der Grosse Eisvogel (Limenitis populi), Grosser Schillerfalter (Apatura iris), der Kleine Thymianbläuling (Pseudophilotes baton), der Westliche Scheckenfalter (Melitaea parthenoides) und viele mehr. Erwähnenswert ist auch das hübsche Platterbesenwidderchen (Zygaena osterodensis), welches hier in den wohl stärksten Populationen der Nordalpen lebt.

Der insektenreiche Südhang liegt zwischen etwa 1000m und 1900m und deckt damit gleich mehrere Höhenstufen ab: Er reicht von der submontanen über die subalpine bis zur alpinen Höhenstufe. Damit lässt sich auch die reichhaltige Flora und Fauna erklären.

Organisatorisches

Wir treffen uns am Freitag Abend um 18 Uhr beim Parkplatz des Hotel-Restaurant Stalden (Lütschental) bzw. am Samstag Morgen um 11 Uhr am selben Ort. Die Anreise erfolgt individuell. Bitte untereinander absprechen! Transport ab Hotel-Restaurant Stalden ist gewährleistet!


Beitragsbild:  Gruppenpaarung beim Quendel-Ameisenbläuling (Phengaris arion) am Hintisberg im Berner Oberland. CC-BY-SA 4.0 Hans-Peter Wymann, Jegenstorf, Schweiz.

Maikäfer flieg!

Letztes Jahr ging es im Mai um das Essen von Insekten. Bei diesem Thema ist es zwei Jahre nach Zulassung der ersten Insekten zum Verzehr noch ruhiger geworden. Daher widmen wir uns in diesem Jahr dem Maikäfer, dem sein Hauptflugmonat den Namen gab, und der – unabhängig von Trends – weiterhin unterwegs sein wird. Maikäfer flieg! weiterlesen

Auch den Insekten soll geholfen werden

Viele Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz sind vom Aussterben bedroht. Das Insektensterben ist nicht nur den Entomologen bekannt und auch in der Presse allgegenwärtig. Diversen Arten geht es äusserst schlecht: Die Roten Listen belegen dies mit Zahlen: 39 % der beurteilten Insekten-Arten sind gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben. Auch den Insekten soll geholfen werden weiterlesen

103 neue Rüsselkäfer aus Sulawesi

Von den weltweit fast 400‘000 beschriebenen Käferarten gehören 50‘000 zu den Rüsselkäfern. Immer wieder werden für die Wissenschaft neue Arten oder auch Erstnachweise für die Schweiz publiziert. In der Schweiz kümmert sich vorwiegend EVB-Vizepräsident Christoph Germann um die oft kleinen Tierchen: In der Zwischenzeit sind gegen 1100 „Rüssler-Arten“ in der Schweiz bekannt.

Eine Gruppe um den Wissenschaftler Alexander Riedel vom staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe hat der Liste nun weitere 103 Arten hinzugefügt. 103 neue Rüsselkäfer aus Sulawesi weiterlesen

Naturbeobachtungen zwischen Atlantik und Pazifik – Eine Reise nach Costa Rica

Vortrag von Bernhard Jost, Münsingen

Unsere Naturexpedition in Costa Rica beginnt in den Flachlandregenwäldern der Atlantikseite. Danach steigen wir hinauf in die Bergregionen von Monteverde mit seinen Nebelwäldern. Von dort führt unsere Reise in die Trockenwälder der Provinz Cuanacaste auf der Pazifikseite.

Die letzten Tage durften wir auf der Finca Hamadryas von Gabi und Paul Gloor im zentralen Hochland verbringen.

Gäste sind willkommen!


Bild: Fischertukan (Ramphastos sulfuratus), eine von sieben Tukan-Arten auf Costa Rica. CC-BY-SA-4.0 Bernhard Jost, Münsingen, Schweiz

Insekten-Förderschwerpunkte im Kanton Bern: Käfer

Im Kanton Bern sollen neben weiteren Insekten auch 5 Arten von Käfern speziell gefördert werden. Diese sind neben einigen Libellen, Heuschrecken und Schmetterlingen in der Liste der Arten-Förderschwerpunkte von ANF und KAWA 2016-2019 aufgeführt. Es sind durchwegs xylobionte Käfer-Arten, die auch in der Roten Liste der Prachtkäfer, Bockkäfer, Rosenkäfer und Schröter mit einer Gefährdungskategorie aufgeführt sind. Vier der 5 Spezies gehören mit mehr als 3 Zentimetern Körperlänge gleichzeitig zu den auffälligsten Schweizer Käferarten und sind auch für Laien identifizierbar. Insekten-Förderschwerpunkte im Kanton Bern: Käfer weiterlesen

Digitalisieren von Sammlungen – vernetzt in die Zukunft

Digitalisieren ermöglicht die rasche Verknüpfung grosser Datenmengen. Dies führt in der Entomologie zu einem Informationsaustausch, wie er bis vor Kurzem noch undenkbar war. In der Schweiz hat das Naturhistorische Museum Bern eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung von Sammlungen gespielt. Inzwischen sind weitere Institutionen wie die ETH-Bibliothek hinzugekommen. Alle verfolgen sie dasselbe Ziel: das Teilen von Daten. Digitalisieren von Sammlungen – vernetzt in die Zukunft weiterlesen

Die vielfältige Schönheit von Pflanzen- und Tierwelt in Nordborneo

Bildervortrag von Felix Amiet, Solothurn

Im Januar 2017 bereiste der Referent Nordborneo (Malaysia). Das Hauptziel bestand im Kennenlernen und Bewundern der vielfältigen und speziellen Pflanzen- und Tierwelt. Obwohl der grösste Teil des Landes durch Plantagen zerstört ist, sind die Reste des Tropenwaldes immer noch voller Überraschungen. Mit vielen Bildern wird Felix Amiet uns einen Eindruck von der Vielfalt und Schönheit der einzigartigen Natur vermitteln.

Gäste willkommen!

Bild: Tagfalter Hypolimnas bolina (Deutscher Name: „Gewöhnliche Eierfliege“),  Felix Amiet

(Der ursprünglich vorgesehene Kurzvortrag von Werner Marggi zu der Laufkäfergattung Ocys verschiebt sich auf einen späteren Zeitpunkt)