Protokoll der Sitzung vom 19.11.2019

Entomologisches

Protokoll der Sitzung vom 19.11.2019 – Diskussionsabend: Citizen Science & Schmetterlinge

Hannes Baur erwähnt eine neue Studie zum Insektensterben, die am 30.10.19 in „Nature“ erschienen ist und die Krefeld-Studie bestätigt.

Julia Lanner stellt ihr „Citizien Science“ Projekt zum Vorkommen der Asiatischen Mörtelbiene in der Schweiz und Österreich vor. Durch den Aufruf auf der Homepage des EVB, Instagram und diversen Online- und Printmedien konnten die Daten zur Verbreitung der Mörtelbiene in der Schweiz und den umgebenden Ländern stark erweitert werden.

Hanspeter Wymann ergänzt den Bericht zum Problem mit einem Wildhüter im Berner Oberland, über das in der Sitzung vom 15.10.19 Raymond Guenin berichtet hatte. Herr Wymann wird bei den Wildhütern eine Schulung durchführen zum Thema: „Welche Insektenarten sind geschützt und was darf ein Entomologe machen und was nicht“.

Hanspeter Wymann erwähnt, dass bereits Vorbrodt 1922 von einer Abnahme der Insekten geschrieben habe. Jürg Studer ergänzt, dass man eine Abnahme auch bei den Fischen seit vielen Jahrzehnten beobachten müsse.

Wymann erwähnt, dass die Liste der Tagfalternachweise im Berner Oberland nun 151 Arten aufweist. Er hat einige Kasten mit Arten mitgebracht, die in den letzten Jahren eine starke Ausbreitung in der Schweiz erfahren haben.

André Röthlisberger berichtet von interessanten Beobachtungen im Naturschutzgebiet „Hoger“ in Bremgarten. Er hat u.a. eine seltene Furchenbienenart (Lasioglossus sp) sowie einen Schlupfwespen-Glasflügler gefunden.

Lukas Straumann erwähnt, dass er einen Spinnenläufer (Scutigera coleoptrata) im Haus gesehen habe und möchte wissen, ob weitere Anwesende von Beobachtungen berichten können. Dies ist der Fall. Dass der Präsident bei dem ursprl aus dem Mittelmeerraum stammenden Tier von „gruusiges Viech“ spricht, findet keinen Anklang. (Es handelt sich hier nicht um ein Insekt, sondern einen Hundertfüssler [Arthropode]).

Hannes Baur berichtet vom 11-15 mm langen Weinhähnchen (Oecanthus pellucens), das seine Anwesenheit mit einem auffälligen Zirpen bekannt macht und das in diesem Jahr häufig zu hören war.

Es gibt auch noch eine kurze Diskussion über das Bild einer Schmetterlingsmücke zu der Veranstaltung vom 19.11. auf der Homepage des EVB. Rolf Pflugshaupt weist darauf hin, dass die Abortfliege nicht nur in Aborten und der Kanalisation vorkomme und schon gar nicht bei ihm zu Hause.

Geschäftliches

Das Protokoll vom 15. Oktober 2019 wird verlesen und genehmigt.

Hannes Baur weist noch einmal darauf hin, dass die Plätze für die Veranstaltung zum Insektensterben vom 3.12.2019 beschränkt sind. Man sollte sich unbedingt anmelden.

Anwesende

20 Mitglieder, 0 Gäste, Total 20 Personen

Schluss der Sitzung

21:40 Uhr, der Präsident, Michael Gilgen

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