Gut bekannt oder unbenannt? Alpenschmetterlinge im Zeitalter des DNA-Barcodings

Vortrag von Peter Huemer, Tiroler Landesmuseen, Innsbruck

Schmetterlinge sind mit mehr als 5000 Arten eine der vielfältigsten Tiergruppen im Alpenraum. Sie werden hier seit etwa 250 Jahren erfasst und katalogisiert und gelten daher weitum als hervorragend untersucht. Die zunehmende Anwendung molekularer Methoden in den letzten Jahren, eingebettet in ein globales Datennetzwerk, zeigt jedoch erstaunliche Lücken auf. Integrative Studien führen zu einer taxonomischen Neubewertung in vielen Gattungen der Alpenschmetterlinge. Unter dem Zauberwort der kryptischen Diversität werden heute mitten in Europa neue, namenlose Arten entdeckt und beschrieben.

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Bild: Weibchen des Langhornfalters Nemophora degeerella / scopolii. Bei dieser Art wurde kürzlich festgestellt, dass sich in Tat und Wahrheit zwei Arten unter demselben Namen verbergen. CC-BY-SA-4.0 Peter Buchner, Schwarzau am Steinfeld, Österreich

Waldameisen – Was Sie schon immer darüber wissen wollten!

Vortrag von Anne Freitag, Musée de Zoologie, Lausanne

Waldameisen leben in faszinierenden, komplexen Gesellschaften. Wer im Wald spazieren geht, begegnet oft den riesigen Hügeln. Der perfekt organisierte Ameisenstaat ist ganz einfach bewundernswert. Aber wie leben die Ameisen wirklich? Wie gelingt es den Forschern, im Gewühl eines Haufens die Geheimnisse dieser verborgenen Welt ans Licht zu bringen? Anne Freitag, die führende Expertin in der Schweiz, weiss, wie es geht, und berichtet über allerneuste Erkenntnisse!

Gäste sind willkommen!

Die Referentin wird ihren Vortrag über die Waldameisen auf Französisch halten, der Text auf den Folien wird jedoch auf Deutsch geschrieben sein.


Bild: Waldameisenhügel (Formica rufa Artkomplex) in einem Wald im Kanton Aargau. Diese Haufen kennt jedes Kind, trotzdem gibt es immer noch viel Neues zu entdecken. CC-BY-SA-4.0 Anne Freitag, Musée de Zoologie, Lausanne, Schweiz

Digitalisieren von Sammlungen – vernetzt in die Zukunft

Digitalisieren ermöglicht die rasche Verknüpfung grosser Datenmengen. Dies führt in der Entomologie zu einem Informationsaustausch, wie er bis vor Kurzem noch undenkbar war. In der Schweiz hat das Naturhistorische Museum Bern eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung von Sammlungen gespielt. Inzwischen sind weitere Institutionen wie die ETH-Bibliothek hinzugekommen. Alle verfolgen sie dasselbe Ziel: das Teilen von Daten. Digitalisieren von Sammlungen – vernetzt in die Zukunft weiterlesen