103 neue Rüsselkäfer aus Sulawesi

Von den weltweit fast 400‘000 beschriebenen Käferarten gehören 50‘000 zu den Rüsselkäfern. Immer wieder werden für die Wissenschaft neue Arten oder auch Erstnachweise für die Schweiz publiziert. In der Schweiz kümmert sich vorwiegend EVB-Vizepräsident Christoph Germann um die oft kleinen Tierchen: In der Zwischenzeit sind gegen 1100 „Rüssler-Arten“ in der Schweiz bekannt.

Eine Gruppe um den Wissenschaftler Alexander Riedel vom staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe hat der Liste nun weitere 103 Arten hinzugefügt. 103 neue Rüsselkäfer aus Sulawesi weiterlesen

Protokoll der Hauptversammlung vom 5.3.2019

Geschäftliches

Gaston Adamek möchte dem EVB beitreten. Er war Lehrer für Biologie und Chemie. Während seines Studiums beschäftigte er sich mit Zuckmücken. Er will sich nach erfolgter Pensionierung wieder mehr mit Insekten befassen. Das Beitrittsgesuch wird ohne Gegenstimme angenommen.

Bericht des Sekretärs Protokoll der Hauptversammlung vom 5.3.2019 weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 5.2.2019

Entomologisches

Der Präsident berichtet vom Solothurner Juchtenkäfer-Projekt. Aus der Bevölkerung kamen mehrere korrekte Meldungen des Juchtenkäfers inklusive eines «Quetschpräparats».

Herr Baur zeigt ein Foto einer obskuren Larve. Dieses ist zu Bestimmungszwecken ans Museum geschickt worden. Es handelt sich um einen Buchen-Zahnspinner (Stauropus fagi) aus ungewohnter Perspektive.

Herr Jost hält einen Kurzvortrag über den Artkomplex des Kleinen Nachtpfauenauges (Saturnia cf. pavonia) in Portugal. Im Januar konnte er an der Algarve ein Männchen finden. Jedoch ist bei diesem die genaue Bestimmung noch nicht geklärt.

Herr Huber hat ein bei der Papiersammlung entdecktes Dossier mit Käfer-Bestimmungstafeln von Adrian Lüthi mitgebracht. Dieser war Vereinsmitglied und gab bereits im Alter von 17 Jahren in Burgdorf eine entomologische Zeitschrift heraus. Sie kann auf e-periodica.ch eingesehen werden.

Herr Wymann berichtet vom Rätsel, dass in der bekannten Vorbrodt-Sammlung am Museum keinerlei Belege von vor 1910 enthalten sind. D.h., die Grundlage für das bekannte Standardwerk ist hier nicht vorhanden. Der Verbleib dieser Sammlungsexemplare ist effektiv unbekannt. Das ist aus faunistischer Sicht äusserst bedauerlich.

Angebot und Nachfrage auf dem Flohmarkt hielten sich dieses Jahr in Grenzen.

Geschäftliches

Zwei Protokolle werden verlesen und genehmigt.

Der Präsident berichtet, dass schon mehrere Projektanträge für die ANF eingereicht wurden.

Aline Knoblauch möchte dem EVB beitreten. Sie wohnt seit zwei Jahren in Bern und hat Biologie studiert. Sie hat u.a. mit Libellen und Wasserkäfern gearbeitet. Das Beitrittsgesuch wird einstimmig angenommen.

Der Präsident vermeldet den Tod von Ernst Wälti (1924-2018). Herr Wälti war seit 1943 ununterbrochen Mitglied des Vereins was mit 75 Jahren wohl der Rekordwert für den EVB ist. Nachtrag von Richard Wolf (2. 4.): Herr Wälti war auch ein begabter Grafiker und hat das frühere EVB-Logo, einen Schnellkäfer, entworfen.

Anwesende

19 Mitglieder, 1 Gast, Total 20 Personen

Schluss der Sitzung

21:30 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Protokoll der Sitzung vom 15.1.2019

Entomologisches

Vortrag unseres Mitglieds Bernhard Jost, Münsigen
Naturbeobachtungen zwischen Atlantik und Pazifik – Eine Reise nach Costa Rica

Der Referent besuchte das mittelamerikanische Land vor gut einem Jahr zusammen mit Heiner Ziegler und Joe Kollegger und hielt sich dort an verschiedenen Orten auf. Von San José reisten sie mit Auto und Boot nach Tortuguero wo sie in einer Lodge Quartier bezogen. Von dort aus wird der umliegende Regenwald erkundet. Es werden Pfeilgiftfrösche, recht wenige Falter und eine interessante Vogelwelt entdeckt. Auch Leguane und Eidechsen sind vorhanden.

Insekten und insbesondere Schmetterlinge sind jedoch auf der ganzen Reise sehr spärlich trotz idealer Jahreszeit. Trotzdem gelangen einige Fotos, auch von Seltenheiten. Eine Begegnung mit einem auf dem Rücken liegenden Herkuleskäfer endet wegen dessen langen Krallen schmerzhaft.

Im zweiten Quartier wurde Joe von einer sehr giftigen Kammspinne (Phoneutria) gebissen und litt wochenlang unter den Folgen. Ornithologisch war dieses Gebiet ergiebig, doch sonstige Tiere gab es nur wenige im Wald was möglicherweise an dem extrem nassen Sommer lag.

Dritte Station waren die Berge bei Monteverde. Dort gelang ein ergiebiger Lichtfang und es flogen auch einige Tagfalter. An der vierten Station an der Pazifikküste machten sich die Insekten wieder sehr rar.

Letzter Aufenthaltsort war die von Schweizern geführte Finca Hamadryas welche sich als bestes Gebiet für Schmetterlinge auf dieser Reise herausstellte. Insgesamt zeigte sich die Reisegruppe recht unzufrieden mit der für die Gegen sehr mageren Insektenausbeute.

Eine angeregte Diskussion schloss diesen Vortragsabend ab.

Varia

Es wird auf den Flohmarkt an der nächsten Sitzung hingewiesen zu welchem Bücher und Ausrüstung mitgebracht werden sollen.

Anwesende

33 Mitglieder, 9 Gäste, Total 43 Personen

Schluss der Sitzung

21:05 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Mit Heuschrecken durch die Saison 2018–2019

Willkommen auf der Übersicht des Veranstaltungsprogramms. Der Entomologische Verein Bern (EVB) führt nebst Vorträgen auch Diskussions- und Beamerabende durch. Heuer sollen diese Veranstaltungen durch Bilder von Grashüpfer, Strauchschrecke & Co angekündigt werden. Die Heuschrecken-Fotos stammen allesamt von unserem Ehrenmitglied Daniel Roesti aus Wasen i.E. Daniel ist nicht nur ein hervorragender Fotograf, sondern Mit Heuschrecken durch die Saison 2018–2019 weiterlesen

Bienenvölker in Naturschutzgebieten des Kantons Bern: Merkblatt des ANF

Neben den Honigbienen gelten auch die gegen 600 in der Schweiz heimischen Wildbienenarten als äusserst wichtige Bestäuberinnen von Kultur- und Wildpflanzen. Rund 45% der Wildbienenarten sind gefährdet. Das ANF hat ein Merkblatt zur Haltung von Honigbienen in Naturschutzgebieten veröffentlicht.
Bienenvölker in Naturschutzgebieten des Kantons Bern: Merkblatt des ANF weiterlesen

Zusammenarbeit ANF-EVB: Unterstützung von Insekten-Artenförderprojekten im Kanton Bern

Seit  Jahren besteht eine Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Naturförderung (ANF) des LANAT und Experten des Entomologischen Vereins Bern. Spezialisten des EVB führen Bestimmungen durch, erstellen Gutachten oder schlagen Schutz- und Fördermassnahmen vor. Die Zusammenarbeit zur konkreten Insektenartenförderung wird ab 2019 intensiviert. Jedes Jahr wird ein bestimmter Betrag für die Unterstützung von Projekten zur Artenförderung von Insekten im Kanton Bern zur Verfügung stehen. Mitglieder des EVB können ab sofort Projekte einreichen. Mit der Zusammenarbeit sollen nachhaltig und langfristig orientierte Projekte zur Förderung von Insekten im Kanton ermöglicht oder mit zusätzlichen Mitteln unterstützt werden.

Informationen und Antragsformular:
Anleitung und Vergabekriterien
Formular Projektantrag Unterstützung Insekten-Artenförderprojekte
Projektbeispiel Lamia textor, Weberbock
Projektbeispiel Phengaris nausithous, Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Beitragsbild: Naturschutzgebiet La Sauge am Neuenburgersee. M. Gilgen, CC BY-SA 4.0

Der erste „Tag der Insekten“ in der Schweiz war ein Erfolg!

Der von „insect respect“ und birdlife Schweiz erstmals lancierte Tag der Insekten hat am 15. November 2018 in Aarau stattgefunden, mit vielen namhaften Referentinnen und Referenten und mehr als 200 Teilnehmenden. Es gab eine Warteliste mit über 50 Personen. Der erste „Tag der Insekten“ in der Schweiz war ein Erfolg! weiterlesen

Eine Baumwanze führt zu neuen Antibiotika!

Dass die Chemische Industrie in Pflanzen nach neuen Medikamenten sucht, ist bekannt. Aber auch Insekten können Substanzen liefern – die für den Kampf gegen Krankheiten eingesetzt werden könnten. Eine amerikanische Baumwanze hilft nun bei der Entwicklung neuer Antibiotika.

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