Der Karstweissling – Plötzlich war er auch bei uns

Mit dem Karstweissling starten wir eine kleine Reihe über Klimaprofiteure bei den Tagfaltern. Das sind Arten, die sich aufgrund des Klimawandels auch bei uns etablieren oder ausbreiten können. Weitere Beiträge werden in loser Folge erscheinen.

Der Karstweissling – Plötzlich war er auch bei uns weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 04. 05. 2021

Entomologisches

Zoom-Vortrag von Stefan Hertwig, Bolligen: «Borneo, ein Eldorado für den Biodiversitätsforscher». Vortrag über das Biodiversitätsparadies Borneo

Der Referent ist Experte für Reptilien und am Naturhistorischen Museum Bern tätig. Das Borneo-Projekt fokussiert auf Frösche (www.frogsofborneo.org). Einleitend stellt Herr Hertwig die Geographie, Geologie und Biogeographie der Region Sundaland vor.

Die Erforschung der Frösche startete der Amerikaner F. Inger in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Damals waren etwa 160 Arten dieser Amphibien von Borneo bekannt. Die Vorbereitung jeder Expedition beginnt mit dem Einholen der zahlreichen notwendigen Genehmigungen zum Sammeln und zum Export des Materials. Das Thema der sog. Biopiraterie ist virulent. Das führt zu immer strengeren Gesetzen, welche die Forschung zunehmend erschweren.

Der Referent war schon an zahlreichen Stellen im malaysischen Teil Borneos unterwegs um die letzten noch vorhandenen Regenwälder zu untersuchen. Gemeinsam mit Studenten fing er nachts Frösche, welche sie am nächsten Tag präparierten und für den Transport vorbereiteten. Risiken der Feldarbeit sind die grossen, sehr aggressiven und mit schmerzhaftem Gift ausgestattete nachtaktiven Wespen sowie die berüchtigten Landblutegel. Auch gefährliche Baumschlangen und Königskobras sind gar nicht selten.

Eindrückliche Bilder zeigen entomologische und andere Beifänge der nächtlichen Exkursionen. Auch die Vielfalt von Schmetterlingen ist sehr ausgeprägt Darunter ist auch der bekannte Vogelflügler Trogonoptera brookiana. Landkrabben sind ebenfalls zahlreich vertreten sowie ausgesprochen exotische Käferarten. Elefanten kommen nur noch in kleinen Gebieten vor.

Um 1950 bedeckten Regenwälder noch die gesamte Insel. Heute sind davon nur noch Reste vorhanden. Diese bestehen auf der malaysischen Seite zudem –  abgesehen von zwei kleinen Nationalparks –  völlig aus Sekundärwäldern. Eine enorm grosse Fläche ist vollständig mit Ölpalmen-Monokulturen bedeckt.

Infolge der zahlreichen ökolgischen Nischen ist die Biodiversität der Frösche sehr gross, sie wird inzwischen auf 240 Arten geschätzt. Darunter sind Arten mit zahlreichen teils spektakulären Anpassungen, beispielsweise bei den Kaulquappen und der Entwicklung. Es gibt aber auch zahlreiche Arten mit Direktentwicklung (ohne Quappenstadium). Eine Art entwickelt sich z.B. in den Wasserreservoirs von Kannenpflanze.

Dem Vortrag über das Biodiversitätsparadies Borneo schliesst sich eine Diskussion über die ökologische Situation der Insel an.

Geschäftliches

Der Präsident erwähnt Überlegungen des Vorstands, eine Empfehlung zugunsten der Trinkwasserinitiative abzugeben. Herr Straumann stellt die ökologischen und landwirtschaftlichen Hintergründe des Themas vor. Er zieht das Fazit, dass die Ziele der Initiative grundsätzlich mit den Interessen des EVB übereinstimmen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die angestrebte Verbesserungen für die Biodiversität. Es werden einige engagierte Voten für die Unterstützung der Initiative vorgebracht. Es gibt aber auch andere Meinungen. Demnach sollte diese Unterstützung in einen wissenschaftlichen Kontext eingebaut werden. Oder der EVB solle diese Initiative generell nicht unterstützen. Auf Grund des kontroversen Stimmungsbildes soll das Thema am 18. Mai erneut diskutiert werdsen. Vorgängig erhalten die Mitglieder nähere Informationen.

Anwesende

32 Mitglieder, 4 Gäste, Total 36 Personen

Schluss der Sitzung

22:20 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Der Durchbruch beim Essen von Insekten steht noch aus

Seit 4 Jahren sind in der Schweiz Insekten für den menschlichen Verzehr zugelassen. Auf dem Teller sind Mehlwürmer, Heimchen und Wanderheuschrecken aber ein Nischenprodukt geblieben. Der Durchbruch beim Essen von Insekten steht noch aus weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 20.04.2021

Entomologisches

Protokoll der Sitzung vom 16.02.2021 – Zoom-Vortrag unseres Mitglieds Rudolf Bryner, Biel: „Monografie Adelidae – Bilder aus dem Tagebuch der Entstehungsgeschichte“. Vortrag über die Erforschung der Kleinschmetterlingsfamilie Adelidae

Herr Bryner berichtet in einem mit eindrücklichen Bildern unterlegten Vortrag von seiner langjährigen Beschäftigung mit Kleinschmetterlingen und die Ausarbeitung seines vor kurzem veröffentlichten umfangreichen Werkes über diese Familie.

Der Beginn seines vertieften Interesses an den „schwierigen“ Adeliden war im Jahr 2011. Insbesondere die Erforschung der kaum bekannten Lebensweise dieser Familie stellte sich als harte Nuss heraus. Ein Zufallsfund beim Pilzsuchen weckte seinen Jagdinstinkt und motivierte ihn zur intensiven Suche nach den in ihren mobilen Gehäusen gut getarnten Raupen dieser Familie. Die in der Coleopterologie erprobte Methode des Siebens der Bodenstreu im Wald erbrachte teils gute Resultate und auch diversen Beifang wie z.B. Sackträger-Raupen. Auch in den Blüten von Skabiosen und anderen Pflanzen wurde er fündig.

Verschiedene Reisen in den mediterranen Raum erbrachten weitere interessante Arten, welche er dann zu Hause erfolgreich züchtete. Eine weitere erfolgreiche Methode war die Eiablage der Weibchen, wofür ihnen jedoch die geeigneten Blüten zur Verfügung gestellt werden müssen. Eine weitere, polyphage Gruppe legt ihre Eier an andere Pflanzenteile wie z.B. Stengel.

Im Zuge der Untersuchungen gelang der Neunachweis einer Adelide für die Schweiz (C. albiantennella) sowie die Aufklärung ihrer hiesigen Ökologie. In Süditalien fand Herr Bryner zudem eine neue Adelidenart.

Mit dem Angebot, seine Forschungsergebnisse in den Contributions des Naturhistorischen Museums Bern zu veröffentlichen traten seine Arbeiten in die „heisse Phase“ ein und das Ziel, alle europäischen Arten zu bearbeiten nahm Gestalt an. Dazu besuchte er auch verschiedene Museen im In- und Ausland. Eine Feldexkursion zum Studium einer weiteren Arte führte in auf abenteuerliche Pfade der Ostslowakei, weitere in die Alpes Maritimes und auf den Peloponnes.

Herr Bryner konnte Präparate von 55 Arten zusammentragen und von 32 Arten die Entwicklung dokumentieren. Schlussendlich gelang auch noch ein Neunachweis einer aus der Schweiz beschriebenen, aber seither fast hunderundfünfzig Jahre lang nicht mehr gefundenen Art.

Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten erschien das Buch schliesslich im April 2020. Vier Taxa bleiben vorläufig ungeklärt und in acht weiteren verbergen sich möglicherweise kryptische Arten.

Dem Vortrag folgt eine angeregte Diskussion über Adeliden und die beeindruckende Arbeit des Referenten.

Geschäftliches

Anwesende

24 Mitglieder, 8 Gäste, Total 32 Personen

Schluss der Sitzung

21:45 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Protokoll der Sitzung vom 6.04.2021

Entomologisches

Herr Mosimann stellt einige Beobachtungen zum Nierenfleck-Zipfelfalter an seinem Wohnort Münsingen vor. Auf der naturnahen Umgebung seines Hofes gibt es viele ökologische Nischen für diverse Lebewesen. Neben einer Streuobstwiese gibt es Wildhecken, eine Rinderweide und zwei Weiher. Neben Fledermäusen, Amphibien und Reptilien locken die Blumenwiesen zahlreiche Insekten an. Einachweise des Nierenflecks gelangen ihm an Schwarzdorn, Aprikose und Pflaume.

Herr Bryner berichtet über einige Beobachtungen zur südlichen Spannerart Selidosema taeniolaria, die er in den 1980er Jahren erstmals im Jura nachweisen konnte. Aus einem Lichtfang erhielt er im Jahr 2020 erstmals eine Eiablage und konnte die Art in der Folge erfolgreich züchten.

Der Sekretär zeigt einige Fotos von seinen Frühlingsausflügen ins Wallis. Dort waren Ende März und Anfang April schon zahlreiche Insekten unterwegs welche dankbare Fotomotive darstellten. In einer kurzen Diskussion wird festgestellt, dass viele Arten früher erscheinen als in der Vergangenheit, zum Beispiel der Bläuling Glaucopsyche alexis schon Ende März.

Der Präsident präsentiert Bilder von überwinterten Laufkäferarten und weiteren Käferarten, darunter die invasiven Marienkäfer, Ölkäfer, Balkenschröter und Aaskäfer.

Herr Germann hat einen neuentdeckten Rüsselkäfer nach dem Umweltaktivisten Bruno Manser benannt, was umgehend seinen Niederschlag in der Presse gefunden hat.

In der Diskussion kommt die Rede auf die Hauskatzen und ihre negativen Auswirkungen ihres Jagdtriebs auf die zwei-, vier- und sechsbeinige Kleintierfauna.

Geschäftliches

Das Protokoll der Hauptversammlung wird nicht verlesen aber genehmigt. Um Teilnahme an der laufenden Mitgliederbefragung wird gebeten.

Varia

Anwesende

23 Mitglieder, 1 Gast, Total 24 Personen

Schluss der Sitzung

21:25 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Ein Rüssler namens Bruno Manser

Bruno Manser ist jedem bekannt: er engagierte sich für Natur und Volk auf Borneo und ist seit dem Jahr 2000 verschollen. Nun hat der EVB-Rüsselkäferspezialist Christoph Germann eine neu entdeckte Art nach Manser benannt: Seticotasteromimus brunomanseri. Ein Rüssler namens Bruno Manser weiterlesen

Schlafende Wildbienen: Auch Insekten sind mal müde!

Alle Tiere gehen mal zu Bett, selbst so kleine Insekten wie die Kegelbiene auf dem Bild. Das Besondere dabei ist ihr Verhalten. Schlafende Wildbienen beissen sich nämlich mit ihren Oberkiefern an einem Halm oder Zweig fest und schlafen in dieser ungewöhnlichen Position ein. Dabei sind Beine und Flügel eng an den Körper gepresst und erwecken damit ein bisschen den Eindruck, dass das Tier nicht mehr lebendig ist. Das einzige, was nicht an der Körper gepresst wird, sind die Fühler der Biene.

Auch bei Wildbienen geht es nicht ohne gründliche Abendtoilette. Wie das Video zeigt beissen sich schlafende Wildbienen mit den Mundwerkzeugen an einem Zweig fest und putzen sich ausgiebig. Dabei bewegen sich – ausser dem Kopf – sämtliche Körperteile: Brust, Hinterleib sowie Beine, Flügel und Fühler. Schlafende Wildbienen: Auch Insekten sind mal müde! weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 16.03.2021

Entomologisches

Herr de Roche stellt den Schmetterling des Jahres vor, den Braunen Bären (Arctia caja). Seine erste Begegnung machte er als Raupendompteur einer Filmaufnahme, bei welcher ein agile Bärenraupe die Hauptrolle spielte. Die Art ist in Entomologenkreisen gut bekannt. Er erläutert kurz den Entwicklungszyklus der Art und weist auf die schädlichen Auswirkungen der nächtlichen Lichtflut wird hin. Er zeigt Ursachen und Lösungsmöglichkeiten für das Problem auf verbunden mit einem Appell, die Lichtbelastung im lokalen Umfeld möglichst gering zu halten.

Herr Baur präsentiert Fotos von zwei Wespenarten, welche von Gerd Reder aus Deutschland aufgenommen wurden. Die Bilder zeigen eine parasitische Hungerwespe welche eierlegende Schwertwespen verfolgt und ihre Eier unmittelbar im Anschluss appliziert.

Der Sekretär stellt kurz die geplante Umfrage unter den Vereinsmitgliedern vor. Es soll u.a. nach der Motivation für den Beitritt gefragt werden und die generelle Zufriedenheit der Mitglieder mit den Vereinsaktivitäten ermittelt werden. Ziel ist es, dass gerade auch die selten an Veranstaltungen anwesenden Mitglieder ihre Meinung einbringen können. Der Versand erfolgt in den nächsten Tagen.

Herr Baur weist auf die laufende Ausstellung „Wunderkammer“ im Naturhistorischen Museum hin. Thema sind Sammlungen des Museums. Herr Neumann erinnert an die Katzenausstellung im Naturmuseum Solothurn.

Geschäftliches

Herr Baur berichtet, dass im Rahmen der SEG das Thema „Entomo Helvetica“ und insbesondere das rechtliche Konstrukt der Mitgliedschaft und die Finanzierung näher diskutiert werden soll. Er verspricht, darüber bei nächster Gelegenheit berichten.

Varia

Herr Bryner hat für sein neues Adelidenbuch den Prix Moulines der SEG erhalten. Die Anwesenden gratulieren herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung.

Anwesende

25 Mitglieder, 3 Gäste, Total 38 Personen

Schluss der Sitzung

21:10 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Hungerwespe versus Schwertwespe: Belagerung im Insektenreich

Eine parasitische Hungerwespe (Aulacus striatus, rechts im Bild) berührt mit den Antennen eine Schwertwespe (Xiphydria prolongata), welche daran ist, ihre Eier in ein Stück Totholz abzulegen. Die Belagerung durch den Parasitoiden nimmt sie ungerührt hin, obwohl für ihren Nachwuchs höchste Gefahr besteht.

Die interessante Beobachtung zu diesen seltenen Arten gelang Gerd Reder in Monsheim (Rheinland-Pfalz / Deutschland). Er hat darüber auch einen Artikel geschrieben, welcher hier heruntergeladen werden kann. Sehr empfehlenswert! Foto CC BY-SA 4.0 Gerd Reder, Flörsheim-Dalsheim, Deutschland.

Protokoll der Hauptversammlung vom 2.3.2021

Geschäftliches

Die Hauptversammlung findet online per Zoom statt.

Bericht des Sekretärs

1. Administratives

    • Mitgliederbestand: 106 (+6) Aktivmitglieder, 11 (+3) in Ausbildung und 21 (±0) Ehrenmitglieder, Total 138 Mitglieder.
    • Besucher (inkl. Gäste): Durchschnitt 33.6 (+5.3), Maximum 43, Minimum 22. Nach der Corona-bedingten Sitzungspause fanden alle Veranstaltungen online per Zoom statt.
    • Mutationen seit der letzten Hauptversammlung
      Aufnahmen: Ruth Schumacher (3.03.2020), Monika Haueter, Fabian Heussler, Jürg Hostettler, Roger Kohler, Marcel Niederberger, Yvonne Ott (5.01.2021)
      Austritte: keine
      Verstorben: Renate Gygax

Präsident: Dr. Michael Gilgen, Oberhohrain 5, 3256 Bangerten, 079 543 40 01
Vizepräsident: Dr. Christoph Germann
Sekretär: Martin Albrecht
Kassier: Dr. Michael Balkenohl
Bibliothekar: Bernhard Jost
Webmaster: Hannes Baur
Beisitzer: Dr. Lukas Straumann

Vereinslokal: Naturhistorisches Museum, Bernastrasse 15, 3005 Bern

Vertreter bei der SEG: Dr. Christoph Germann.

2. Vereinsausflug

Der Vereinsausflug des EVB fiel letztes Jahr wegen unsicheren Wetters und zum Exkursionzeitpunkt gemähten bzw. abgeweideten Flächen im Kiental leider aus.

3. Vortragsprogramm Jahr 2018 (vom 21.1.2020 bis 16.12.2020)

21. Januar: Dominik Hofer, Langnau i.E.: «Lust auf Regenwald?»

4. Februar: Martin Albrecht und Bernhard Jost: «Schmetterlinge und andere Tiere im Iran».

Die übrigen geplanten Vorträge entfielen infolge der Corona-Pandemie.

Der Bericht wird ohne Gegenstimme genehmigt.

Bericht des Bibliothekars

1. Bibliotheksbenutzung

Die Benutzung der Bibliothek blieb auch 2020 auf sehr tiefem Niveau.

2. Abonnierte Zeitschriften

Im Laufe des Berichtsjahrs sind von März 2020 bis Februar 2021 total 5 Hefte bei uns eingetroffen:

    • Entomo Helvetica, 13 / 2020
    • Entomologische Nachrichten und Berichte, Band 64, Hefte 1, 2 und 3
    • Alpine Entomology 4/2020

3. Neuanschaffungen und Schenkungen

    • keine

4. Kündigungen

    • Kündigung der Zeitschrift Entomologische Nachrichten und Berichte am 20.11.2020.

Der Bericht wird ohne Gegenstimme genehmigt.

Bericht des Kassiers

Die finanzielle Situation des EVB ist nach wie vor positiv. Da das Vereinsvermögen sich rasch der kritischen Grenze nähert soll der EVB die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erreichen. Der Prozess läuft bereits, dafür braucht es u.a. Anpassungen an den Vereinsstatuten.

Der Bericht wird ohne Gegenstimme genehmigt.

Bericht des Webmasters

Die Website verzeichnet einen Rückgang bei der Anzahl Aufrufe, jedoch einen erfreulichen Zuwachs bei der Anzahl Besucher. Der Bericht wird ohne Gegenstimme genehmigt.

Jahresbeitrag

Die Kassenlage und das geplante Budget erlauben weiterhin die Beibehaltung des bisherigen Beitrags. Der Antrag des Vorstandes, den Mitgliedsbeitrag unverändert bei CHF 25,- bzw. 5,- zu belassen wird ohne Gegenstimme angenommen.

Statutenänderungen

Die meisten geplanten Anpassungen dienen dazu, die Gemeinnützigkeit des EVB sicherzustellen. Der Kanton stellt dafür bestimmte Anforderungen, insbesondere an den Zweck des Vereins und die Verwendung der Mittel. Die Änderungen wurden den Mitgliedern fristgerecht zugestellt.

Die neuen Statuten werden ohne Gegenstimme und Enthaltung angenommen.

Ehrenmitgliedschaften und Jubiläen

50jähriges Vereinsjubiläum: Rene Duss (Eintritt 5.1.1971)
70jähriges Vereinsjubiläum: Peter Etter (Eintritt 19.10.1951)

Vereinsausflug 2021

Herr Alagheband schlägt erneut das Kiental vor, Herr Baur Hohtenn im Wallis. Hohtenn entscheidet die Abstimmung für sich. Als Termin wird der 26./27. Juni festgelegt.

Vorstandswahlen, Wahl der Beisitzerin

Der bisherige Vizepräsident Christoph Germann tritt aus dem Vorstand zurück. Der restliche Vorstand inklusive Beisitzer stellt sich zur Wiederwahl. Die Wahl erfolgt ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung.

Als neue Vizepräsidentin kandidiert Julia Lanner. Sie stammt aus Tirol und ist studierte Zoologin. Seit zwei Jahren lebt sie in Bern und doktoriert an den Universitäten Wien und Bern. Ihr Spezialgebiet sind Bienen, insbesondere die Asiatische Mörtelbiene. Sie gestaltet die Newsletter und die Instagram-Seite des EVB. Die Wahl erfolgt ohne Gegenstimme. Sie übernimmt das Amt zusätzlich zu ihren Aufgaben als Beisitzerin, für welches Amt sie ebenfalls ohne Gegenstimme gewählt wird.

Vertreter des EVB bei der SEG

Christoph Germann tritt von seinem Amt zurück. Marc Neumann ist bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Die Wahl erfolgt ohne Gegenstimme und Enthaltung.

Projekte mit der ANF

Es wurde ein Projekt von Frau Kamber eingereicht: Zusammen mit Stadtgrün Bern sollen Wildpflanzen zur Förderung von Käfern angebaut werden. Die Auswirkungen sollen mit einem Monitoring überprüft werden. Ein weiteres Projekt kann noch eingereicht werden, der Präsident ermutigt die Mitglieder, diese Chance zu nutzen. Der Fokus muss auf konkreten Schutzmassnahmen liegen.

Varia

Herr Roesti berichtet, dass die Redaktoren der „Entomo Helvetica“ in Zukunft aus den überschüssigen Mitteln der Zeitschrift eine Aufwandsentschädigung von jeweils CHF 500 erhalten sollen. Allfällige restliche Mittel sollen anteilsmässig an die Vereine zurückfliessen. Im Sinne einer Vernehmlassung wird darüber abgestimmt, es gibt keine Gegenstimmen.

Gemäss Herrn Baur erbrachte das Waldameiseninventar zahlreiche neue Fundmeldungen aus dem Kanton Bern. Weitere Meldungen werden gerne entgegengenommen.

Herr Cordillot hat zusammen mit dem Verein „Free the Bees“ ein Projekt gestartet, um Vorkommen wild lebender Honigbienen und ihre Überlebensfähigkeit in der Schweiz nachzuweisen. Bei Verdacht auf ein solches Volk kann dies gemeldet werden, die Mitglieder werden um Unterstützung gebeten (Infos folgen über den Newsletter, eine Website ist in Vorbereitung). Typisch für die Bienen ist, dass sie ihre Nester bevorzugt in der Höhe anlegen.

Anwesende

36 Mitglieder.

Schluss der Sitzung

21:40 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Der traditionelle Apéro fiel den Zeitläuften zum Opfer.