Zischkaia josti: Ein neuer Tagfalter aus Venezuela

Für die Wissenschaft unbekannte Insekten gibt es wie Sand am Meer – das ist fast eine Binsenweisheit. Sie gilt jedoch nicht für gut untersuchte Insekten wie Tagfalter. Dort ist die Entdeckung einer noch unbeschriebenen Art nicht ganz so trivial. Bernhard Jost, langjähriges EVB-Mitglied, berichtet, wie ihm eine solcher Fund in Venezuela gelungen ist. Das Resultat, eine neuer Augenfalter mit Namen Zischkaia josti. Zischkaia josti: Ein neuer Tagfalter aus Venezuela weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 17.12.2019

Entomologisches

Protokoll der Sitzung vom 27.12.2019 – Diskussionsabend: Nachlese Podiumsdiskussion

Im Nachgang zur Podiumsdiskussion vom 3. 12. hat es noch ein Radiointerview mit Hans-Peter Wymann und diverse Presseberichte gegeben. Herr Wolf fühlte sich beim Blick auf das Publikum an seine Predigten erinnert: Die Anwesenden gehörten schon alle zu den „Gläubigen“. Wichtig wäre es jedoch, die Landwirte zu sensibilisieren. Herr Adamek hat einige kritische Anmerkungen zur Statistik der Krefelder Studie. Herrn Baur ist diese zu pauschal, und er weist darauf hin, dass es bisher kaum konkrete Kritik an dieser Studie gibt. Am generellen Negativtrend gibt es keine Zweifel. Es wird auf die ungenügende Ausbildung von Bauern und Gärtnern in ökologischen Belangen hingewiesen.

Herr Cordillot berichtet über einen Einsatz für „Plan B“ bei SF DRS. Ausserdem erwähnt er Bestrebungen zur Kommerzialisierung von Ameisen und anderen Insekten. Entsprechende Onlineshops nehmen zu. Auch Falter der endemischen Erebia christi tauchten in einem Onlineshop auf. Herr Wymann empört sich über die Diskrepanz zwischen Sammelverboten und „ordnungsgemässer Landwirtschaft“ mit ihren ungleich schlimmeren Auswirkungen auf die Biodiversität. Auch die unsägliche „Apollofrevel-Story“ wird noch einmal erwähnt. Die gesetzlichen Regulierungen bringen bei Insekten bekanntlich nichts für den Artenschutz, behindern jedoch nachhaltig die Forschungsarbeit.

Kaspar Lanz präsentiert seine Maturaarbeit zum Vorkommen asiatische Marienkäfer (Harmonia ayxridis) im Raum Bern. Die Art hat ein vielfältiges Äusseres, ist polyphag und ernährt sich auch von Früchten. Von ca. 180 gesammelten Marienkäfern waren ein Drittel H. ayxridis, der Rest verteilte sich auf 15 weitere Arten.

Herr Bryner stellt das neue Buch von Jürg Schmid über Kleinschmetterlinge der Alpen vor, das Ergebnis zahlreicher Gebirgsexkursionen und Zuchte des Autors.

Geschäftliches

Der Präsident weist auf die Möglichkeit hin, Projekte mit der ANF durchzuführen. Vorschläge sind bis Ende Februar über unserer Website einzureichen.

Die Protokolle vom 5. und 19. November 2019 werden verlesen und genehmigt.

Anwesende

21 Mitglieder, 0 Gäste, Total 21 Personen

Schluss der Sitzung

21:40 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Waldschabe – die Verwandlung

Eine Bernstein-Waldschabe während der letzten Häutung. Bild oben links anklicken um Galerie zu starten!


Beitragsbild: Ausgewachsenes Männchen einer Bernstein-Waldschabe (Ectobius sylvestris). Die Art hat sich in den letzten Jahrzehnten in der Nordschweiz stark ausgebreitet und dringt oft in Häuser ein. CC-BY-SA-4.0 Rolf Pflugshaupt, Gümligen, Schweiz.