Der Malven-Dickkopffalter – Ein Tagfalter mit Schwirrflug

Nur selten wird dieser unauffällige dunkelbraune Malven-Dickkopffalter beobachtet, der nicht wie die «normalen» Tagfalter von Blüte zu Blüte gaukelt sondern sich mit einem schnellen und zielgerichteten Schwirrflug fortbewegt.

Der Malven-Dickkopffalter – Ein Tagfalter mit Schwirrflug weiterlesen

Schlafende Wildbienen: Auch Insekten sind mal müde!

Alle Tiere gehen mal zu Bett, selbst so kleine Insekten wie die Kegelbiene auf dem Bild. Das Besondere dabei ist ihr Verhalten. Schlafende Wildbienen beissen sich nämlich mit ihren Oberkiefern an einem Halm oder Zweig fest und schlafen in dieser ungewöhnlichen Position ein. Dabei sind Beine und Flügel eng an den Körper gepresst und erwecken damit ein bisschen den Eindruck, dass das Tier nicht mehr lebendig ist. Das einzige, was nicht an der Körper gepresst wird, sind die Fühler der Biene.

Auch bei Wildbienen geht es nicht ohne gründliche Abendtoilette. Wie das Video zeigt beissen sich schlafende Wildbienen mit den Mundwerkzeugen an einem Zweig fest und putzen sich ausgiebig. Dabei bewegen sich – ausser dem Kopf – sämtliche Körperteile: Brust, Hinterleib sowie Beine, Flügel und Fühler. Schlafende Wildbienen: Auch Insekten sind mal müde! weiterlesen

Hungerwespe versus Schwertwespe: Belagerung im Insektenreich

Eine parasitische Hungerwespe (Aulacus striatus, rechts im Bild) berührt mit den Antennen eine Schwertwespe (Xiphydria prolongata), welche daran ist, ihre Eier in ein Stück Totholz abzulegen. Die Belagerung durch den Parasitoiden nimmt sie ungerührt hin, obwohl für ihren Nachwuchs höchste Gefahr besteht.

Die interessante Beobachtung zu diesen seltenen Arten gelang Gerd Reder in Monsheim (Rheinland-Pfalz / Deutschland). Er hat darüber auch einen Artikel geschrieben, welcher hier heruntergeladen werden kann. Sehr empfehlenswert! Foto CC BY-SA 4.0 Gerd Reder, Flörsheim-Dalsheim, Deutschland.

Der Kirschbaum-Prachtkäfer schlüpft, wenn die Natur erwacht

Die warmen Ostertage haben diesen Kirschbaum-Prachtkäfer (Anthaxia candens) dazu veranlasst, seine Puppenwiege in einem gefällten Kirschbaum im Kanton Solothurn zu verlassen und Der Kirschbaum-Prachtkäfer schlüpft, wenn die Natur erwacht weiterlesen

Zischkaia josti: Ein neuer Tagfalter aus Venezuela

Für die Wissenschaft unbekannte Insekten gibt es wie Sand am Meer – das ist fast eine Binsenweisheit. Sie gilt jedoch nicht für gut untersuchte Insekten wie Tagfalter. Dort ist die Entdeckung einer noch unbeschriebenen Art nicht ganz so trivial. Bernhard Jost, langjähriges EVB-Mitglied, berichtet, wie ihm eine solcher Fund in Venezuela gelungen ist. Das Resultat, eine neuer Augenfalter mit Namen Zischkaia josti. Zischkaia josti: Ein neuer Tagfalter aus Venezuela weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 17.12.2019

Entomologisches

Protokoll der Sitzung vom 27.12.2019 – Diskussionsabend: Nachlese Podiumsdiskussion

Im Nachgang zur Podiumsdiskussion vom 3. 12. hat es noch ein Radiointerview mit Hans-Peter Wymann und diverse Presseberichte gegeben. Herr Wolf fühlte sich beim Blick auf das Publikum an seine Predigten erinnert: Die Anwesenden gehörten schon alle zu den „Gläubigen“. Wichtig wäre es jedoch, die Landwirte zu sensibilisieren. Herr Adamek hat einige kritische Anmerkungen zur Statistik der Krefelder Studie. Herrn Baur ist diese zu pauschal, und er weist darauf hin, dass es bisher kaum konkrete Kritik an dieser Studie gibt. Am generellen Negativtrend gibt es keine Zweifel. Es wird auf die ungenügende Ausbildung von Bauern und Gärtnern in ökologischen Belangen hingewiesen.

Herr Cordillot berichtet über einen Einsatz für „Plan B“ bei SF DRS. Ausserdem erwähnt er Bestrebungen zur Kommerzialisierung von Ameisen und anderen Insekten. Entsprechende Onlineshops nehmen zu. Auch Falter der endemischen Erebia christi tauchten in einem Onlineshop auf. Herr Wymann empört sich über die Diskrepanz zwischen Sammelverboten und „ordnungsgemässer Landwirtschaft“ mit ihren ungleich schlimmeren Auswirkungen auf die Biodiversität. Auch die unsägliche „Apollofrevel-Story“ wird noch einmal erwähnt. Die gesetzlichen Regulierungen bringen bei Insekten bekanntlich nichts für den Artenschutz, behindern jedoch nachhaltig die Forschungsarbeit.

Kaspar Lanz präsentiert seine Maturaarbeit zum Vorkommen asiatische Marienkäfer (Harmonia ayxridis) im Raum Bern. Die Art hat ein vielfältiges Äusseres, ist polyphag und ernährt sich auch von Früchten. Von ca. 180 gesammelten Marienkäfern waren ein Drittel H. ayxridis, der Rest verteilte sich auf 15 weitere Arten.

Herr Bryner stellt das neue Buch von Jürg Schmid über Kleinschmetterlinge der Alpen vor, das Ergebnis zahlreicher Gebirgsexkursionen und Zuchte des Autors.

Geschäftliches

Der Präsident weist auf die Möglichkeit hin, Projekte mit der ANF durchzuführen. Vorschläge sind bis Ende Februar über unserer Website einzureichen.

Die Protokolle vom 5. und 19. November 2019 werden verlesen und genehmigt.

Anwesende

21 Mitglieder, 0 Gäste, Total 21 Personen

Schluss der Sitzung

21:40 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Waldschabe – die Verwandlung

Eine Bernstein-Waldschabe während der letzten Häutung. Bild oben links anklicken um Galerie zu starten!


Beitragsbild: Ausgewachsenes Männchen einer Bernstein-Waldschabe (Ectobius sylvestris). Die Art hat sich in den letzten Jahrzehnten in der Nordschweiz stark ausgebreitet und dringt oft in Häuser ein. CC-BY-SA-4.0 Rolf Pflugshaupt, Gümligen, Schweiz.