Digitalisieren von Sammlungen – vernetzt in die Zukunft

Digitalisieren ermöglicht die rasche Verknüpfung grosser Datenmengen. Dies führt in der Entomologie zu einem Informationsaustausch, wie er bis vor Kurzem noch undenkbar war. In der Schweiz hat das Naturhistorische Museum Bern eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung von Sammlungen gespielt. Inzwischen sind weitere Institutionen wie die ETH-Bibliothek hinzugekommen. Alle verfolgen sie dasselbe Ziel: das Teilen von Daten. Digitalisieren von Sammlungen – vernetzt in die Zukunft weiterlesen

Jahresbericht 2017 der ANF: Die Insekten kommen nicht zu kurz

Die Abteilung Naturförderung (ANF) des LANAT hat ihren Tätigkeitsbericht 2017 publiziert. Trotz Zunahme der Aufgaben und gleichgebliebenen oder sogar reduzierten Ressourcen konnten im Kanton Bern auch diverse Artenschutzprojekte zur Förderung von Insekten umgesetzt werden. So zum Beispiel für die stark gefährdeten Tagfalter Dunkler Moorbläuling (Phengaris nausithous) und Grosser Moorbläuling (Phengaris teleius), den Skabiosenscheckenfalter (Euphydrias aurinia aurinia) sowie die Helmazurjungfer (Coenagrion mercuriale).

Quelle
Abteilung Naturförderung – Bericht 2017

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Bombardierkäfer wehren sich gegen Kröten

Manche Tiere verschlingen ihre Beute bei lebendigem Leib. So wurden in den Mägen von Schlangen lebende Tiere wie Mäuse oder Ratten gefunden. In einer kürzlich publizierten Studie wurde gezeigt, dass auch Bombardierkäfer in der Lage sind, sich aus den Mägen ihrer Feinde, den Kröten, zu befreien. Dies geschieht, indem der Käfer die Kröte durch Freisetzung chemischer Substanzen zum Erbrechen bringt. Bombardierkäfer wehren sich gegen Kröten weiterlesen

Schmetterlinge und der Klimawandel

Klimawandel und Erderwärmung haben vielfältigen Einfluss auf Flora und Fauna. Während manche Arten verschwinden, gibt es andere, die direkt von höheren Durchschnittstemperaturen oder indirekt als Folge der Ausbreitung ihrer Wirtspflanzen profitieren. Schmetterlinge und der Klimawandel weiterlesen

Mit dem VW-Käfer nach Australien

Die EVB-Mitglieder Leo und Maya Feller wanderten 1959 nach Australien aus. Um in „Down Under“ weiterhin über die gewohnte Mobilität zu verfügen, liess Leo seinen VW-Käfer noch in der Schweiz auf Rechtssteuerung umbauen und anschliessend nach Australien verschiffen. Die Reise mit dem Passagierdampfer „Orontes“ von Neapel nach Sydney durch den Suezkanal und den Indischen Ozean dauerte 4 Wochen. Mit dem VW-Käfer nach Australien weiterlesen

Insekten-Förderschwerpunkte im Kanton Bern: Heuschrecken

Wer im Mittelland wohnt, bekommt sie nur selten zu sehen oder zu hören: die Heuschrecken, im Volksmund auch „Heugümper“, Heupferd oder Grashüpfer genannt. Viele Arten sind gefährdet. Auf der Liste der Insekten-Förderschwerpunkte der zuständigen Ämter ANF und KAWA befinden sich neben Tagfaltern, Bockkäfern und Libellen auch 3 Heuschreckenarten. Nach den Libellen stellen wir diese 3 Arten hier vor. Insekten-Förderschwerpunkte im Kanton Bern: Heuschrecken weiterlesen

Insekten-Förderschwerpunkte im Kanton Bern: Libellen

Im Kanton Bern sind für Schutz und Förderung von Insekten die Abteilungen Naturförderung des LANAT (ANF) und das Amt für Wald (KAWA) verantwortlich. Grundlage für die Artenförderung stellt die „Liste der National Prioritären Arten“ des BAFU dar.

Die Mittel und Möglichkeiten zur Arten-Förderung im Kanton Bern sind begrenzt.  Daher haben die zuständigen Ämter Schwerpunkte für selber initiierte Projekte definiert. Die Liste der Förderschwerpunkte enthält bei den Insekten 5 Käfer-, 3 Heuschrecken-, 4 Libellen- sowie 11 Schmetterlingsarten. Wir werden in mehreren Beiträgen diese Arten porträtieren. Den Beginn machen die Libellen (Odonata). Insekten-Förderschwerpunkte im Kanton Bern: Libellen weiterlesen

Schweiz: Artenvielfalt und Biodiversität kommen zu kurz

Am 27. November 2017 wurde der dritte Umweltprüfbericht der OECD für die Schweiz präsentiert. Verbesserungen in gewissen Bereichen des Klima- und Umweltschutzes wurden gewürdigt, gleichzeitig aber Lücken bei der Ausscheidung von Schutzgebieten, dem Artenschutz und der Umsetzung von Massnahmen zur Förderung der Biodiversität identifiziert. Schweiz: Artenvielfalt und Biodiversität kommen zu kurz weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 3.4.2018

Entomologisches

Vortrag unseres Mitglieds Felix Amiet, Solothurn
Die vielfältige Schönheit der Pflanzen- und Tierwelt in Nordborneo

Der Referent besuchte im Januar 2017 zwölf Tage den malaysischen Teil der Insel Borneo. Er hielt sich dabei an einem Ort im Westen und an drei weiteren im Osten auf.

Sandakan ist eine moderne Stadt mit allem Komfort und chinesischem Einflüssen. Auch Inder, Indonesier und Europäer leben dort. Auf dem Markt gibt es ein vielfältiges Angebot und zahlreiche kulinarische Köstlichkeiten.

Leider gibt es nur noch 5% des ursprünglichen Regenwaldes, ein Grossteil wurde durch monotone Palmölplantagen ersetzt. Die frühere nachhaltige Nutzung des Waldes findet nicht mehr statt. Trotzdem finden sich in den Waldresten immer noch zahlreiche interessante Lebewesen, doch sind diese meist gut versteckt oder getarnt.

Der Referent zeigt Bilder bizarrer Heuschreckenlarven sowie von Echsen und Fröschen. Kannenpflanzen bessern ihre Stickstoffversorgung mit dem Verdauen von Insekten auf. Eine Art dient auch als Brutstätte für einen Frosch. Die riesige Blüte der Rafflesia-Pflanze ist ebenfalls sehr beeindruckend

Tagfalter sind schwierig zu fotografieren, da sie sich vorwiegend in den Baumkronen bewegen. Bienen konnten kaum beobachtet werden, dafür jedoch der Riesengleiter Calugo sowie eine gleich hinter dem Hotel im Wald lauernde Tempelviper. Wildschweine waren ziemlich zutraulich.

Eine Auffangstation für Orang Utans versucht, diese Menschenaffen für die Auswilderung vorzubereiten. Das Problem ist jedoch der Waldmangel, der verhindert, dass diese Tiere freie Reviere finden können. So müssen sie weiterhin gefüttert werden.

In der Umgebung eines Golfhotels ist noch etwas Bergregenwald erhalten geblieben mit vielen Pflanzenarten und Insekten aber auch aggressiven Landblutegeln. Nahe der Stadt Mulu liegt eine riesige Fledermaushöhle aus dem jeden Abend ein gigantischer Schwarm ausfliegt. Apis dorsata, eine der grössten Honigbienenarten wird im Bild präsentiert, dazu landlebende Plattwürmer, die bizarre Stielaugenfliege, Laternenträger und Atlasspinner.

Die Ureinwohner wurden überwiegend in staatlich errichtete Häuser umgesiedelt und leben jetzt mehr schlecht als recht vom Verkauf von Handarbeiten an Touristen.

Letzte Station ist beim Kinabalu, mit 4095 m der höchste Berg der Insel. Neben den einheimischen Tieren finden sich dort auch unsere Spatzen. Säugetiere sind z.B. mit Sambar-Hirschen und 15 Eichhörnchenarten vertreten. In einem Park werden 700 Orchideenarten gezeigt. In einem nahegelegenen Flussdelta gelingen noch Beobachtungen eines seltenen Krokodils, von Eisvögeln und verschiedenen Affenarten im Sekundärwald.

Varia

Herr Gilgen hat einige Jahresberichte der Abteilung für Naturförderung mitgebracht. Hotelzimmer für den Vereinsausflug im «Aguille de Tza» nach sollten bald gebucht werden (www.latza.ch). Die Einladung erfolgt demnächst.

Tamara Spasojevic möchte dem EVB beitreten. Sie arbeitet zur Zeit am Museum mit Ichneumoniden. Der Antrag wird ohne Gegenstimme bewilligt.

Anwesende

34 Mitglieder, 9 Gäste, Total 34 Personen

Schluss der Sitzung

21:30 Uhr, der Sekretär, Martin Albrecht

Mit Heuschrecken durch die Saison 2018–2019

Der Entomologische Verein Bern (EVB) führt nebst Vorträgen auch Diskussions- und Beamerabende durch. Heuer sollen diese Veranstaltungen durch Bilder von Grashüpfer, Strauchschrecke & Co angekündigt werden. Die Heuschrecken-Fotos stammen allesamt von unserem Ehrenmitglied Daniel Roesti aus Wasen i.E. Daniel ist nicht nur ein hervorragender Fotograf, sondern Mit Heuschrecken durch die Saison 2018–2019 weiterlesen

Protokoll der Sitzung vom 20.3.2018

Entomologisches

Vortrag von Thomas Hertach, Hedingen
Sing mir deinen Namen!  Auf dem Weg zu einer modernen Faunistik über Singzikaden (Cicadidae) der Schweiz

Der Referent hat sich aus eigenem Interesse in diese zwar bekannte, aber sträflich vernachlässigte Insektengruppe eingearbeitet und Protokoll der Sitzung vom 20.3.2018 weiterlesen

Der EVB-Vorstand

Der EVB-Vorstand posiert nach der Hauptversammlung vom 6. März 2018 im Naturhistorischen Museum Bern vor der Ausstellung «KÄFER & CO». Das Bild betont die enge Verbindung des EVB mit dem Museum.

Michael Gilgen (Präsident, bisher), Martin Albrecht (Sekretär, bisher), Salome Steiner (bisher Kassierin, neu Beisitzerin), Michael Balkenohl (Kassier, neu), Bernhard Jost (Bibliothekar, bisher), Hannes Baur (Webmaster, neu), Christoph Germann (Vizepräsident, bisher) (v. l. n. r.).